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Das Jahr 2015

2015 erhielten die Themen der Grünen Stadt auf verschiedenen Ebenen Rückenwind. Höhepunkt des Jahres war der Kongress „Grün in der Stadt – Für eine lebenswerte Zukunft“ am 10./11. Juni 2015 in Berlin. Unter Federführung des Bundesumweltministeriums hatten sieben Ministerien und deren Fachbehörden in die Akademie der Künste eingeladen, wo rund 400 Akteure aus Politik, Wissenschaft, Gartenämtern, Landschaftsarchitekten und Verbänden mit Vertretern aus Bund, Land und Kommunen über die Bedeutung des Grüns in der integrierten Stadtentwicklung diskutierten. Im Rahmen des Kongresses wurden Positionen, Ideen und gute Beispiele für die qualifizierte Entwicklung von „Grün in der Stadt“ sowie Beiträge des urbanen Grüns für mehr Lebensqualität in den Städten ausgetauscht. Die Stiftung war im Programm des Kongresses involviert. Während des Kongresses wurde auch das Grünbuch Stadtgrün vorgestellt. Angekündigt wurde der darauf aufsattelnde „Weißbuch-Prozess“, in dem die im Grünbuch aufgezeigten Themen in konkrete Maßnahmen und Empfehlungen umgesetzt werden sollen.

Kongress

Peter Menke, Stiftung DIE GRÜNE STADT, Dr. Philipp Schönfeld von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Simone Raskob, Dezernentin für Umwelt und Bauen in Essen, und Landschaftsarchitekt Andreas Kipar Bild vergrößern
Peter Menke, Stiftung DIE GRÜNE STADT, Dr. Philipp Schönfeld von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Simone Raskob, Dezernentin für Umwelt und Bauen in Essen, und Landschaftsarchitekt Andreas Kipar

Auf der Internationalen Pflanzen Messe (IPM) veranstaltete die Stiftung in Kooperation mit der Messe Essen und dem Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. am 28. Januar 2015 den Kongress „Stadtklimatologie und Grün". Etwa 100 interessierte Zuhörer aus Kommunen, Städteplanung, Garten- und Landschaftsbau sowie Baumschulwirtschaft nahmen an der Veranstaltung teil. Die Botschaft war der Appell an die Grünverantwortlichen in Städten und Gemeinden, in Zukunft der Integrierten grünen Stadtentwicklung größeren Raum beizumessen und die Leistungen von Grünflächen zur Stadtklimatologie konsequent zu nutzen.

Aktionsbündnis

Am 25. März 2015 fand in Berlin die Auftaktsitzung des vom BMUB geführten „Aktionsbündnis Klimaschutz“ statt, in dem mehr als 170 Vertreter von Bundesländern, Kommunen und Verbänden aus allen gesellschaftlichen Gruppen mitarbeiten. Auch die Stiftung DIE GRÜNE STADT war vertreten und wird sich weiterhin einbringen. Die Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure (BDB) wurde 2015 verstärkt – sowohl auf dem Baumeistertag in Halle als auch bei der Jahrestagung des Landesverbandes NRW war die Stiftung beteiligt.

Europäische Ebene

Am 1. Oktober 2015 fand unter Koordination der ELCA in Barcelona das jährliche internationale Treffen der Europäischen „Green City-Initiativen“ statt. Die Stiftung DIE GRÜNE STADT stellte das Grünbuch, aber auch noch einmal die Charta „Zukunft Stadt und Grün“ sowie verschiedene Stiftungsbroschüren der letzten Jahre vor. Wesentliches Ziel des Treffens war der Erfahrungsaustausch unter den Partnern und die Abstimmung gemeinsamer Aktivitäten auf europäischer Ebene.

Förderwettbewerb

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Förderwettbewerb

Mit dem Förderwettbewerb „Erfolgreiche Grünkonzepte in Städten“, der gemeinsam von Husqvarna Deutschland und der Stiftung DIE GRÜNE STADT Mitte August 2015 ausgelobt wurde, sollen neue innovative Konzepte und Strategien gewürdigt werden, die zur Qualitätssicherung und – verbesserung des öffentlichen Grüns beitragen. Die Wettbewerbsteilnahme stand allen Städten und Gemeinden, Wohnungs- und Immobiliengesellschaften, Landschaftsarchitekten, Landschaftsgärtnern, Initiativen, Vereinen oder Verbänden offen. Zugelassen waren nur bereits realisierte Projekte. Neben den Auslobern Husqvarna Deutschland und der Stiftung DIE GRÜNE STADT sind folgende Verbände und Organisationen beteiligt:

  • Gartenamtsleiterkonferenz (GALK)
  • Bund Deutscher Landschaftsarchitekten e.V. (bdla)
  • Bund deutscher Baumschulen e.V. (BdB)
  • Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL)
  • Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen
  • Messe GaLaBau, Nürnberg
  • Medienpartner Ulmer-Verlag mit zwei Fachmagazinen

Die Bewerbungsfrist endete im Frühjahr 2016, auf der Messe GaLaBau 2016 wird am 16. September 2016 in Nürnberg die Preisverleihung stattfinden. Der Wettbewerb soll im zweijährigen Zyklus fortgesetzt werden.

Broschüre

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Gartenschauen nachhaltig gestalten

2015 wurde in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) eine neue Broschüre erstellt: „Gartenschauen nachhaltig gestalten – Lebenszykluskosten öffentlicher Grünanlagen“. Im Fokus der Broschüre stehen Bundes- und Landesgartenschauen, die vorgestellten Themen und Fallbeispiele behandeln jedoch das öffentliche Grün an sich. Hanns-Jürgen Redeker, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung: „Da viele Kommunen in Deutschland vor erheblichen Haushaltsproblemen stehen, die sich auch in den Etats für Grünflächen mit Einsparungen bei den Investitions- und Pflegekosten auswirken, sind neue Konzepte gefragt. Ein Blick auf Gartenschauen kann helfen, denn die Investitionen in Gartenschauen werden langfristig geplant und auf verschiedenen Ebenen politisch diskutiert, bevor sie tatsächlich umgesetzt werden.“ Die Broschüre wurde in einer Erstauflage von rund 9.000 Stück gedruckt und verteilt.

Präsenz

Insgesamt zeigt sich, dass die Stiftung mit ihrer Arbeit zu den aktuellen Diskussionen um das Grün in den Städten konstruktiv beiträgt und dass sich auch andere, „nicht-grüne“ Organisationen und Personen des öffentlichen Lebens mit den Themen der Stiftung identifizieren bzw. sich in der Stiftung engagieren. Mit monatlichen Pressebeiträgen sowie Kooperationen mit kommunalen Medien, zahlreichen Vorträgen und Interviews war die Stiftung 2015 bundesweit präsent – nach Möglichkeit wurden die Gremienmitglieder von Kuratorium und Vorstand vorgestellt bzw. zitiert.

Die Social-Media-Präsenz der Stiftung wurde 2015 erheblich ausgeweitet. Bis zum Ende des Jahres hatten mehr als 2.100 Personen die Nachrichten auf der Facebook-Seite der Stiftung abonniert. Fast täglich wurden neue Beiträge gepostet und Diskussionen angeregt. Die Facebook-Seite erreicht so regelmäßig Reichweiten über 10.000 pro Woche.