| Ökonomie |
Der monetäre Wert der Natur Wir haben das Buch „Produktivkraft Natur“ mit dem Untertitel „ Überraschende Betrachtungen eines verkannten Wirtschaftsfaktors“ gelesen und empfehlen es hiermit weiter: Die Autoren betrachten den Reichtum der Natur als einen Faktor der Wirtschaft und bemessen seine Bedeutung in deren Kerngröße – dem Geld. Sie setzen dabei bewusst die nüchterne Brille des Kosten-Nutzen-Kalküls auf. Und sie belegen: Bei genauer Betrachtung erweisen sich Investitionen in das Naturkapital als ein Wachstumsmotor, der in dem Maße Wohlstand hervorbringt, wie die Natur geschützt und entwickelt wird. Es wird deutlich, dass es neben den rein ethischen und emotionalen Motiven viele gute wirtschaftliche Gründe dafür gibt, sich für den Schutz der Natur einzusetzen. Wir zitieren hier eine Auswahl von solchen Zahlen, Daten, Fakten, die jeweils überschrieben sind mit:
Bezugsinformationen: Softwarelösung zur Vermögensbewertung öffentlicher Grünflächen Die Einführung der so genannten "Doppik" in den öffentlichen Finanzhaushalten macht es notwendig, dass die Kommunen ihr grünes Sachvermögen - z.B. Parks, Spielplätze und Straßenbäume - bewerten und in einer Eröffnungsbilanz aufnehmen. Jedoch gibt es bislang noch keinen einheitlichen Bewertungsansatz, da je nach Bundesland verschiedene Methoden zugelassen sind. Im Rahmen des Forschungsprojektes "Grüne Doppik - Werkzeug zur Vermögensbewertung öffentlicher Grün- und Freiflächen" fand ein Forschungsteam der Fakultät Agrarwissenschaften der FH Osnabrück ein Verfahren zur Bestimmung des Sachwerts der Grünanlagen. Das Team um Prof. Dipl.-Ing. (FH) Martin Thieme-Hack, Prof. Dr. Jens Thomas und Dipl.-Ing. (FH) Eva Güse geht von den Anschaffungs- und Herstellkosten aus, die allerdings in den Kommunen oft nicht vorliegen. Das neue Bewertungswerkzeug "Grüne Doppik" liefert nun für verschiedene Arten öffentlicher Freiflächen (z.B. befestigte Flächen, Sträucher, Bäume) standardisierte Werte. Erklärtes Ziel der Forscher ist das Angebot eines vereinheitlichten Leitfadens, der durch den gesamten Bewertungsvorgang einer Grün- oder Freifläche führt: Ein elektronisch gestütztes System, in das die ermittelten Daten nach definierten Klassen eingegeben werden. Die Benutzer werden durch das System geführt und kommen durch die Eingabe der Kennwerte des Objekts zu einem realistischen und vergleichbaren Bewertungsergebnis. Mit diesen Werten wird es den Kommunen ermöglicht, ihre Grünflächen bilanzierungsfähig zu bewerten. Das Werkzeug wurde unter Beteiligung der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) und der Gartenamtsleiterkonferenz des Deutschen Städtetages (GALK) mit Modellkommunen erarbeitet. Quelle: www.entente-florale.de Umweltbewusstsein in Deutschland 2008 Seit Anfang der 1990er Jahre lassen das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und das Umweltbundesamt das Umweltbewusstsein und Umweltverhalten der Deutschen untersuchen. Die Befragung ist repräsentativ für die deutschsprachige Wohnbevölkerung ab 18 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland. Die Daten der aktuellen Umfrage wurden zwischen dem 07. April und dem 23. Mai 2008 erhoben. Konzipiert und durchgeführt wurde die Studie in einem Forschungsverbund von SINUS-Institut und ECOLOG-Institut in Fachbegleitung des Umweltbundesamtes und des Bundesumweltministeriums. Nach den wichtigsten Problemen in Deutschland gefragt, nennen 22% der Deutschen spontan den Umweltschutz. Bei der Gegenüberstellung verschiedener politischer Aufgabenbereiche bewerten sogar 49% den Umweltschutz als "sehr wichtig", weitere 42% als "eher wichtig". Damit hat sich die Bedeutung des Umweltschutzes auf dem hohen Niveau von 2006 stabilisiert. Besonders Frauen, Befragte mit höheren Einkommen und Bildungsabschlüssen sowie Menschen mit einem postmateriellen Lebensstil betonen die hohe politische Priorität des Umweltschutzes. Bei der Frage zum gewünschten Wohnumfeld gab rund ein Vierteil bis ein Drittel der Befragten an, dass den Faktoren "Nähe zur Natur bzw. zu öffentlichen Grünanlagen", "gute Luftqualität" und "öffentliche Verkehrsanbindung" eine hohe Priorität zukommt. Der Bundesumweltminister, Sigmar Gabriel: "Noch in den 80er Jahren wurden die ökonomische und die ökologische, aber auch die ökologische und die soziale Frage isoliert betrachtet. Heute haben wir es endlich geschafft, dass Ökonomie und Ökologe in weiten Kreisen von Gesellschaft und Wirtschaft zusammen gedacht werden. Dies muss uns auch beim Umweltschutz und der sozialen Frage gelingen. Wir müssen deutlich machen: Saubere Luft und sauberes Wasser, ein gesundes städtisches Wohnumfeld mit Grünflächen, flächendeckender öffentlicher Verkehr, der Erhalt der Naturressourcen inklusive unserer Tiere und Pflanzen sorgen für besseren Gesundheitsschutz und eine hohe Lebensqualität vor allem für mehr Wohlfahrt und Wohlstand bei den sozial benachteiligten Menschen." Die Studie als pdf: http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3678.pdf
Zahlen, Daten, Fakten zum Wert von Grün Grün tut gut. Grün wertet eine Stadt auf. Grün steigert ... Aber immer noch wird das Grün in der Stadt mehr unter Kosten- denn unter Leistungsaspekten diskutiert. Allerdings erkennen mehr und mehr Städte die Vorteile einer differenzierten Bilanz der Leistungen von Grün. Das jüngste Beispiel kommt aus Philadelphia. Dort hat das "Center for City Park Excellence" im Juni 2008 eine Aufstellung veröffentlicht, die sieben Hauptfaktoren herausstellt, die zur Bewertung der ökonomischen Leistung von Grün in der Stadt herangezogen werden können: Die einzelnen Faktoren werden in dem Bericht beschrieben und mit ihrem monetären Beitrag zur Kosteneinsparung bzw. Einnahmensteigerung geschätzt. Demnach ergeben sich in Philadelphia pro Jahr folgende Wertansätze: * Beitrag zu den Steuereinnahmen der Stadtverwaltung:
* Beitrag zur Kosteneinsparung der Stadtverwaltung:
* Beitrag zu Einsparungen durch die Bürger
* Beitrag zum Wohlstandszuwachs der Bürger
Mehr unter: http://www.tpl.org/tier3_cd.cfm?content_item_id=22276&folder_id=3208 Philadelphia Untersuchung als PDF Forschungsschwerpunkt "Städtischer Wurzelraum" bekommt 750.000 Euro Das Kuratorium der Volkswagenstiftung hat der Förderung der von der Landesregierung Niedersachsen vorgeschlagenen Forschungsprojekte zugestimmt. Die Antragsteller erhalten damit in dieser Bewilligungsrunde 36,8 Millionen Euro für 43 niedersächsische Forschungsprojekte. Mit 750.000 Euro wird der neue Forschungsschwerpunkt "Städtischer Wurzelraum" an der Fakultät Ressourcenmanagement der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Göttingen gefördert. Mehr unter: Freibier ohne Schulden Am Mittwoch, 12. September 2007, 17.15 Uhr ist es so weit: Die Stadt Düsseldorf ist wirtschaftlich schuldenfrei. Statt die öffentlichen Haushalte über Kredite zu finanzieren und Zinsen zu zahlen, setzte Oberbürgermeister Joachim Erwin auf Schuldenabbau, Steuersenkungen und Investitionen. Zwei Milliarden Euro, so rechnen der Oberbürgermeister und sein Stadtkämmerer Helmut Rattenhuber gerne vor, habe Düsseldorf seit 1999 investiert. Schulen wurden renoviert, Kindertagesstätten ausgebaut, in die Umwelt investiert, das Grün der Stadt zur Chefsache erklärt. Und an diesem Mittwoch gibt es auf dem Marktplatz vor dem Rathaus Würstchen und Freibier für alle. Mehr unter: DStGB: Lärm an der Quelle bekämpfen statt an Symptomen kurieren - Bürokratie und Kosten für Kommunen vermeiden Der Deutsche Städte- und Gemeindebund sieht in der erforderlichen Umsetzung der EU-Lärmschutzrichtlinie durch die Kommunen ein erneutes Beispiel für den Aufbau unnötiger und kostenintensiver Bürokratie. Dies kollidiere mit den berechtigten Zielen der EU sowie von Bund und Ländern nach Deregulierung und nach Bürokratieabbau. "Statt den Kommunen vorzugeben, bis zum 18. Juli 2008 kostenintensive Lärmaktionspläne, insbesondere für Hauptverkehrsstraßen zu erstellen, wäre es viel besser, den Lärm an der Quelle zu bekämpfen. In Betracht kommen hier neben besser gekapselten Motoren z. B. auch leisere Reifen und neuartige Antriebstechnologien für Straßen- und Schienenverkehrsfahrzeuge," erklärte Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des DStGB, am 31. Juli 2007 in Berlin. Die EU-Umgebungslärmrichtlinie sieht vor, dass für besonders laute und stark befahrene Straßen mit einer Verkehrsbelastung von mehr als täglich 16 400 Fahrzeugen sowie in Ballungsräumen Lärmkarten zu erstellen sind, die die Lärmbelastung im Tages- und Nachtverlauf darstellen. Auf der Grundlage der Lärmkarten sollen dann von Städten und Gemeinden unter Einbeziehung der Öffentlichkeit im nächsten Schritt bis zum Sommer 2008 Lärmaktionspläne erstellt werden, in denen konkrete Maßnahmen zur Lärmbekämpfung entwickelt und aufgezeigt werden. Es mache keinen Sinn, so der DStGB, mit hohen Planungskosten den Lärm durch Karten und Aktionspläne sichtbar zu machen, wenn der Lärm für die betroffenen Anwohner schon angesichts mangelnder finanzieller Umsetzungsmöglichkeiten nicht wirksam bekämpft werden kann. Hier fehlt den Kommunen das Geld, um mit Milliardenaufwand in eventuell erforderliche Lärmschutzmaßnahmen, wie z.B. in Ortsumgehungen oder in "Flüsterasphalt", zu investieren. "Was wir für die Zukunft brauchen, ist daher bereits bei der Erstellung von Richtlinien und Gesetzen eine verbindliche und durchsetzbare Rechtsfolgenabschätzung, mit der die zwingende Notwendigkeit einer Regelung begründet wird und überzogene bürokratische Lasten verhindert werden," erklärte Landsberg. Weitere Informationen unter: Was ist ein Baum wert? Rund 660 Euro Leistung pro Jahr! Umweltleistungen der Pflanzen: 1. Eine 100-jährige Buche 2. Pro Jahr erzeugt ein Hektar: 3. Demgegenüber beträgt der Sauerstoffverbrauch:
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