| Chronologie |
Die Stiftung DIE GRÜNE STADT war auf dem internationalen Kongress gut vertreten: Teilnehmer waren alle Mitglieder des Vorstands sowie die Kuratoriumsmitglieder Hanns-Jürgen Redeker und Andreas Kipar. Als deutliches Zeichen für die erfolgreiche Vernetzung der deutschen Stiftung in die internationale Kooperation betonte Hanns-Jürgen Redeker, dass mit Jan Habets ein Vertreter der niederländischen Initiative im Vorstand engagiert ist und mit Andreas Kipar als Mitglied des Kuratoriums auch ein Vertreter der Italienischen Green City in der Stiftung DIE GRÜNE STADT mitwirkt.
Zwei Ereignisse machten 2009 zu einem bedeutenden Jahr für DIE GRÜNE STADT: Der Abschluss eines Kooperationsvertrages mit mehreren europäischen Green-City-Initiativen und die Umwandlung des Forums in die Stiftung DIE GRÜNE STADT. Vom 26.-28. Oktober 2009 fand in Straßburg die 4. Europäische Landschaftsbau-Tagung unter der Schirmherrschaft von Terry Davies, Generalsekretär des Europarats, statt. Ein Tag war dem Thema DIE GRÜNE STADT gewidmet. Unter dem Beifall der Delegierten zahlreicher Verbände und Institutionen wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen fünf nationalen Green-City-Initiativen und dem Internationalen Partner ELCA geschlossen. Die Vereinbarung verpflichtet die Partner zu intensiver Zusammenarbeit und Wissens- und Erfahrungsaustausch und sieht mindestens einmal jährliche, internationale Treffen vor. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass die Probleme des öffentlichen Grüns in den Ländern im Kern identisch sind - die Lösungen auch! In den nächsten Jahren sollen weitere Länder integriert werden. Die Partner der ersten Stunde sind:
Am 27. August 2009 erhielten die Vertreter der Stifter im Haus der Landschaft in Bad-Honnef die Stiftungsurkunde aus den Händen von Stiftungsanwalt Dr. Daniel Fischer. Fischer betonte, dass „die von der GRÜNEN STADT verfolgten Zwecke der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes gerade in einer Stiftung ideal verkörpert werden, da diese Rechtsform in besonderer Weise für unabhängiges und nachhaltiges Handeln über viele Generationen hinweg steht." Für Kontinuität im Übergang vom Forum zur Stiftung sorgen die beteiligten Organisationen und die gewählten Vertreter in den Stiftungsgremien. Gleichzeitig ist mit dem Status als Stiftung eine noch stärkere Öffnung für neue Partner verbunden.
Auch in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für mehr Grün gab es 2009 neue Instrumente: Die zweite Broschüre – schon von der Stiftung herausgegeben – hieß „Gesundes Grün – Die Wirkung von Pflanzen auf unser Wohlbefinden“. Ab Juli 2009 schrieb DIE GRÜNE STADT unter Schirmherrschaft der Verbraucherschutz-ministerin Ilse Aigner einen Wettbewerb für Grüne Spielplätze aus. Als Preisgeld winken 10.000,- Euro. Unter dem Titel "Auf dem Weg" fanden im September 2009 in Grünberg (Hessen) die 4. Grünberger Gartentherapietage statt, bei denen das Grün in der Stadt, aber auch die Innenraumbegrünung Schwerpunkte waren.
Im Mai 2008 veröffentlichte das Forum die Broschüre „Bäume und Pflanzen lassen Städte atmen – Schwerpunkt Feinstaub.“ Diese Broschüre, die zuerst im Agrar- und Umweltausschuss des Deutschen Bundestages vorgestellt wurde, ist mehrfach nachgedruckt worden und wurde bundesweit an Gemeinde- und Stadtverwaltungen, Städteplaner und Architekten versandt. Auch die seit 2006 produzierten Postkarten „Ein Baum“ und „Pflanz-Wert“ sind in hoher Auflage verbreitet und dienen als leicht verständliche Informationsträger der Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den Wert von Grün.
Am 27. Mai 2008 organisierte das Forum DIE GRÜNE STADT unter dem Titel: "Grüne Stadt: Voraussetzung für Biodiversität" zusammen mit dem Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL) sowie dem Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. einen Fachbeitrag auf der "Plaza der Vielfalt" anlässlich der UN-Konferenz zur Biodiversität in Bonn. Tenor: Die öffentlichen und privaten Gärten der Städte bieten Lebensräume für Pflanzen, Tiere und Insekten, die außerhalb der Städte nicht mehr bestehen. Eine artenreiche und für Menschen erlebbare urbane Biodiversität ist jedoch auf ein ausgewogenes Verhältnis von Freiflächen und bebauter (versiegelter) Umwelt angewiesen. Aus den breiten Sortimenten der Baumschulen und mit der Expertise von Landschaftsgärtnern wird die Voraussetzung für Biodiversität geschaffen. Investitionen in abwechslungs- und artenreiches Grün haben darüber hinaus positive direkte und indirekte Auswirkungen auf Gesundheit, Lebensqualität, Sicherheit, Wohnen und Erholung. Vor allem Kinder und Jugendliche, aber auch ältere Menschen, die weniger mobil sind, brauchen Grün- und Freiflächen, um jenseits der Hektik der Stadt Natur erleben zu können.
Das Jahr 2006 markierte einen großen Schritt in der Entwicklung des Forums: Am 14. Februar 2006 erhielt das Forum im Hause der Deutschen Bank in Düsseldorf die Urkunde als Gewinner im Wettbewerb „Deutschland - Land der Ideen“. Aus über 1.200 Bewerbungen in dem bundesweiten Wettbewerb hatte eine hochrangige Jury aus Vertretern der deutschen Wirtschaft 365 Orte ausgewählt, die für Innovation, Mut und Neugier stehen und Deutschland 2006 auch gegenüber dem Ausland repräsentieren sollen. Der 14. Februar 2006 stand ganz im Zeichen von Grün: Das Forum DIE GRÜNE STADT war in Düsseldorf der Ort im Land der Ideen und sorgte über den Tag hinaus für Aufmerksamkeit. Das Forum spendete an alle 364 Mit-Gewinner des Wettbewerbs jeweils einen Baum. Damit jeweils „der richtige Baum am richtigen Ort“ zu stehen kam, standen bundesweit Baumschulen sowie Garten- und Landschaftsbaubetriebe zur Beratung und zur praktischen Tat bereit. Den ersten Baum pflanzten die Forumsmitglieder am 14. Februar gemeinsam mit dem Gartenamt der Stadt in der Düsseldorfer Altstadt.
Am 14. September 2006 lud das Forum erneut zu einem Symposium auf die Messe Galabau nach Nürnberg. Das Schwerpunktthema lautete „Der Wert von Grün“. Um welche Werte es geht – und welche Beispiele zeigen, dass sich Investitionen ins Grün für Kommunen und private Investoren tatsächlich rechnen – zeigten verschiedene Referenten überzeugend auf.
Im späten Herbst gab es einen weiteren Höhepunkt. Das Forum hatte mit fast 200 Baumpflanzaktionen für bundesweite Aufmerksamkeit gesorgt und war so auch den Initiatoren des Wettbewerbs im Land der Ideen aufgefallen. Die Deutschland-Initiative hatte sämtliche Gewinner nach Berlin eingeladen und einige davon, so auch das Forum, hatten die Chance zum Gespräch mit Bundespräsident Horst Köhler, dem Schirmherrn des Wettbewerbs. Der Bundespräsident sagte spontan zu, 2007 gemeinsam mit dem Forum DIE GRÜNE STADT im Garten von Schloß Bellevue in Berlin einen Baum zu pflanzen. Symbolisch erhielt er eine Waldkiefer, den Baum des Jahres 2007, als Bonsai.
Nicht zu vergessen die jährlichen Auftritte auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Seit 2005 stand die Präsentation des niederländischen Zierpflanzenbaus auf der Grünen Woche in Berlin unter dem Thema „Grün in der Stadt“. Das Konzept wurde von Jahr zu Jahr modifiziert, aber im Kern ging es immer um Aufmerksamkeit: Anhand von Schautafeln konnten sich Messebesucher über vielfältige Nutzenaspekte einer grünen Stadt informieren. Mehr noch: Der Messestand lud Besucher mit blühenden Gehölzen, Blumenzwiebeln und Zierpflanzen zum Verweilen ein, es gab Sitzbänke unter frisch ausgetriebenen Bäumen. Neben allem funktionellen Wert galt es auch, den ästhetischen Nutzen und den Erholungswert von Grünflächen in der Stadt zu visualisieren. Alle Jahre gab es auf der Grünen Woche auch spezielle deutsch-niederländische Informationsrunden, an denen jeweils Vertreter von Ministerien, Verbänden und Institutionen teilnahmen.
Ab 2004 gab das Forum zweimal jährlich gedruckte Newsletter heraus, die auf acht bis sechzehn Seiten verschiedenste Aspekte des Grüns thematisierten. Die erste Broschüre „Die grüne Stadt“ wurde gedruckt und verbreitet. Der Kreis der Interessierten wuchs weiter, mehr und mehr interessierten sich auch Behörden und politische Kreise für die Arbeit.
Der 18. September 2003 markierte den Beginn der Initiative DIE GRÜNE STADT: Unter der Schirmherrschaft von Petra Roth, Präsidentin des Deutschen Städtetages, fand auf der Internationalen Gartenbauausstellung IGA in Rostock das erste Symposium „Die grüne Stadt“. Sechs Referenten aus Deutschland und den Niederlanden präsentierten und diskutierten mit einem internationalen Publikum den Wert von Grün und in der Abschlussdiskussion gab es Konsens: „Das sollte wiederholt werden!“ Ohne Rechtsform, als offener Zusammenschluss von engagierten Menschen und Organisationen, gründete sich das Forum DIE GRÜNE STADT. Regelmäßige Treffen im so genannten „Lenkungsgremium“ dienten dem Erfahrungsaustausch, aber auch der konkreten Planung und Vorbereitung von Projekten. Es wurden erste Broschüren gedruckt, Vorträge auf vielerlei Veranstaltungen gehalten, Pressemitteilungen für Fach- und Publikumsmedien herausgegeben. Der Kreis der Engagierten wuchs.
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Am 4. und 5. Juni 2010 fand die zweite European Green City-Konferenz in Mailand statt mit dem Thema "Die Stadt der Zukunft ist Grün". Am ersten Konferenztag stellten Referenten aus New York, Berlin, Mailand, Paris, Amsterdam und London konkrete Projekte aus ihren Städten vor, die die Bedeutung und den Wert von Grün in der städtischen Umwelt deutlich machten. In allen Präsentationen und der anschließenden Diskussion zeigte sich, dass Pflanzen bzw. Grünflächen international das Mittel der Wahl zur Verbesserung der Lebensqualität in den Städten sind. Dabei kamen auch die aktuell stark diskutierten Leistungen von Grünflächen in Zeiten des Klimawandels, der Debatte um die Biodiversität und nicht zuletzt die Auswirkungen von Grünflächen auf die wirtschaftliche Situation der Städte zur Sprache.
Als neues Mitglied der Kooperation „Green City Europa“ stellte sich Ungarn vor. Damit ist die Kooperation der bisher fünf nationalen Initiativen aus Großbritannien, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Deutschland mit dem internationalen Partner ELCA erneut angewachsen. Der neu gewählte Vorsitzende der ELCA, Emmanuel Mony, begrüßte das neue Mitglied und berichtete, dass schon jetzt weitere Länder um Aufnahme angefragt haben. Seit der Gründungsveranstaltung im EU-Parlament in Strasbourg im Herbst 2009 ist das Green-City-Konzept verstärkt auf die politische Tagesordnung gerückt. Dies zeigte sich auch in Mailand: Zum Abschluss des Kongresses unterzeichneten alle Partner gemeinsam mit der Stadt Mailand eine Charta, die den Wert des Grüns für die Städte in den Fokus nimmt. Mailand ist in Vorbereitung auf die Weltausstellung 2015 in einer intensiven Umbauphase. Die Teilnehmer des Kongresses konnten sich im Rahmen einer Exkursion zu verschiedenen großen Bauprojekten davon überzeugen, dass die Grüne Stadt-Idee tatsächlich angewendet wird. Als international bekanntes Teilprojekt des Stadtumbaus wurden auch die so genannten „Raggio verde“ vorgestellt.












Fast genau ein Jahr nach der Gründung, am 16. September 2004, fand auf der Messe GaLaBau in Nürnberg das zweite Symposium DIE GRÜNE STADT statt. Ziel des Symposiums war es, durch einen interdisziplinären Diskurs den Wert von Grün stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit, aber auch der jeweiligen Entscheidungsträger zu rücken. Auf diesem zweiten Symposium stellten Referenten aus den Bereichen Planung, Wirtschaft und Behörde verschiedene Formen der Zusammenarbeit von der Planung über die Entwicklungs- und Bauphase bis zur nachhaltigen Pflege und Unterhaltung von öffentlichem Grün vor. 

