Gute Beispiele

 

Bürger sollen Bäume wässern

Im General-Anzeiger Bonn steht am 15. Juli 2010 dieser Aufruf:
„Sie spenden Schatten, reinigen die Luft und verschönern das Stadtbild, aber sie brauchen jetzt Hilfe. Die Straßenbäume in Bonn leiden unter Trockenheit und Hitze und brauchen Wasser. Deshalb bittet das Amt für Stadtgrün darum, die grünen Riesen zu gießen. Nur mit Hilfe der Anwohner können die Bäume den Sommer gut überstehen.“

Quelle: General-Anzeiger Bonn vom 15. Juli 2010

Wir meinen, das gilt in gleichem Maße für nahezu alle Städte und Gemeinden!


 

Schulen sollen grüner werden

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und die Zeitschrift Focus Schule haben gemeinsam das Projekt »Grüne Schule 2010« an den Start gebracht. Die Initiative will das Umweltbewusstsein von Schülern, Lehrern und Eltern stärken und richtet sich an alle allgemeinbildenden Schulen. Dafür wurde im ersten Schritt ein Booklet entwickelt, das 15 Anregungen und Tipps zum Umweltschutz enthält, die sofort umgesetzt werden können. Empfohlen wird zum Beispiel die Innenraumbegrünung in der Schule: „In vielen Klassenzimmern rauchen die Köpfe so stark, dass kaum noch Luft zum Atmen bleibt. Die Feinstaubbelastung erreicht dort mitunter das Zweieinhalbfache der auf den städtischen Straßen erlaubten Luftverschmutzung. Tipps gegen dicke Luft: Pflanzen im Zimmer reinigen die Luft. ...“
Schülerinnen und Schüler sind aufgerufen, über ihre Erfolge zu berichten – in Form von Fotos, Collagen, Texten oder Videos. Die besten Ideen werden in Focus-Schule (Ausgabe 03/10) vorgestellt und mit attraktiven Preisen belohnt.

Anmelden können sich Schulen unter
www.focus-schule.de/gruene-schule

Das Booklet „Grüner lernen“ gibt es auch zum Download: http://www.medialine.de/media/uploads/projekt/fosu_gruene_schule_booklet.pdf


Natural-Honorar für Abbado: 90.000 Bäume

Stardirigent Claudio Abbado stellt eine außergewöhnliche Bedingung für seine Rückkehr an die Mailänder Scala: In der Stadt sollen 90.000 Bäume gepflanzt werden. Die Bäume sind das ungewöhnliche Honorar, das der Stardirigent Claudio Abbado bereits gefordert hatte, um nach 23 Jahren Abwesenheit an die Mailänder Scala zurückzukehren. Der italienische Architekt Renzo Piano ist von der Stadt Mailand beauftragt worden, die 90.000 Bäume zu pflanzen.

Rund 70 Bäume will Renzo Piano auf dem Mailänder Domplatz pflanzen. Weitere sollen in zehn verschiedenen kleinen Wäldern rund um die lombardische Hauptstadt und in einigen Parks angepflanzt werden. "Ich werde Abbado bald hier in Mailand treffen. Wir können schon bis Ende dieses Jahres beginnen, die Bäume zu pflanzen", erklärte er nach Angaben der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera". Für 90.000 Bäume wird Abbado im Juni 2010 die Achte Symphonie von Gustav Mahler (1860-1911) dirigieren. Die Anpflanzung der Bäume soll inoffiziellen Angaben zufolge rund 22 Millionen Euro kosten. In der norditalienischen Metropole gibt es zur Zeit etwa 174.000 Bäume - einer pro sieben Einwohner. Abbado war von 1968 bis 1986 Chefdirigent am berühmten Opernhaus. Er ist Naturliebhaber und leidenschaftlicher Hobby-Gärtner.

Quelle: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/520092/index.do


Großes Interesse an Umweltthemen im Unterricht


Drei Viertel aller Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 - 14 Jahren wünschen sich mehr Umweltthemen im Schulunterricht. An der Spitze des Interesses steht mit 81 Prozent der Klimaschutz, 79 Prozent der Schüler wollen, dass der Natur- und Artenschutz stärker in der Schule behandelt wird. Dies sind Ergebnisse einer Forsa-Umfrage, die im Auftrag des Bundesumweltministeriums erstellt wurde.
Allerdings gibt nur ein Drittel der Befragten an, dass es an ihrer Schule konkrete Aktionen und Projekte zum Klimaschutz gibt, wobei Gesamtschulen mit 38 % an die Spitze liegen. Gefragt, welche konkreten Projekte es gibt, nennen nur 21 % Aktionen zum Energiesparen im Schulalltag. Über drei Viertel der Befragten machen sich "große" oder "ein bisschen" Sorgen über die Folgen des Klimawandels oder anderer Umweltprobleme. Gerade bei dem hohen Interesse der Schülerinnen und Schüler an Umweltthemen und insbesondere am Klimaschutz bietet sich hier ein riesiges Aktivierungspotential für konkrete umweltschützende Maßnahmen.
Aus der Umfrage geht auch hervor, dass Mädchen stärker an Natur- und Artenschutz und Klimaschutz interessiert sind, während Jungen sich mehr für erneuerbare Energien interessieren. Damit wird deutlich, dass weitere Bemühungen erforderlich sind, um die Mädchen noch stärker für Technik und die zukunftsträchtigen Berufe im Bereich erneuerbare Energien zu interessieren.

Quelle: Forsa-Umfrage Klimawandel und Klimaschutz, 2009


Mehr unter: http://www.bmu.de/dossier_umweltbildung/doc/43921.php

 


Stadt Wien verschenkt Kletterpflanzen

Auf der Website der Stadt Wien fanden wir diese Meldung und meinen, das wäre beispielhaft für andere Städte:

Die Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima bringt es auf den Punkt: "Grüne Fassaden wirken zum einen kühlend auf die Wohnungen, sie binden zum anderen aber auch Staub und bieten weiters Lebensraum für Singvögel in der Millionenstadt." Wer dem etwas abgewinnen kann, darf sich freuen. Für 125 Wienerinnen und Wiener, die sich bis einschließlich 16. September 2009 bei der Wiener Umwelt- Hotline (s. u.) melden, stellt die Stadt je drei Kletterpflanzen - Efeu, Mauerkatze (Veitschi) und Trompetenblume - zur Abholung in den Blumengärten Hirschstetten bereit.

Am 29. September vergibt dann die Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) im Rahmen ihrer zweitägigen Fachtagung "GRÜN geWANDt" in den Blumengärten Hirschstetten kostenlos je drei Kletterpflanzen an Wiener und Wienerinnen, die die Möglichkeit haben, damit ihre Hausfassade in Wien zu begrünen. Die Idee dahinter: Auch an senkrechten Flächen lassen sich Grünräume im dicht bebauten Stadtgebiet schaffen, die zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen und sich auf die Stadtbewohner positiv auswirken.

Neben dem Anruf müssen natürlich noch weitere Voraussetzungen erfüllt werden, um in den Besitz der Pflanzen zu kommen: Eine Handskizze vom Pflanzort und die Beantwortung von sechs einfachen Wissensfragen zum Thema Fassadenbegrünung. Der Fragebogen sollte am besten schon ausgefüllt zur Abholung mitgebracht werden, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden. Der Fragebogen sowie zusätzliche Informationen zur Kletterpflanzen- Aktion sind auf der Homepage der MA 22 zu finden( s. u.). Die Pflanzen können ausschließlich Dienstag, den 29. September, in der Zeit von 17.00 bis 19.30 Uhr in den Blumengärten Hirschstetten (Stand der Wiener Umweltschutzabteilung) abgeholt werden. Sie sind etwa 30 cm hoch, in Töpfen eingepflanzt und können problemlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln transportiert werden.
Ort: Blumengärten Hirschstetten, Quadenstraße 15, 1220 Wien
Wiener Umwelt- Hotline: (01) 4000- 8022, Mo bis Fr 8:00 bis 15:30 Uhr


Mehr unter: www.umweltschutz.wien.at

Quelle: http://www.vienna.at/news/wien/artikel/stadt-wien-verschenkt-kletterpflanzen


Heut´ schon einen Baum gepflanzt?

Felix Finkbeiner aus Starenberg hat bis Ende dieses Jahres viel vor: Zusammen mit Schülern aus ganz Deutschland will der Elfjährige eine Million Bäume pflanzen. Weil jeder Baum während seines Wachstums große Mengen des Treibhausgases CO2 in sein Holz einlagert, möchte Felix damit die CO2-Konzentration in der Luft vermindern. Organisiert wird die Baumpflanzaktion von der Schülerorganisation Plant for the Planet, die Felix gegründet hat. Dort können sich interessierte Schüler informieren und Gedanken austauschen, wie sie andere erreichen und Spender finden. Bundesweit laufen Kooperationen mit Akademien, in denen Kinder unter pädagogischer Leitung andere Kinder zu Klimabotschaftern ausbilden. (Quelle: kraut&rüben 7/2009)

Als wir im Oktober 2008 schon einmal über dieses Engagement berichteten, hatte "Plant for the Planet" 210.000 Bäume gepflanzt, inzwischen sind es - inklusive der von verschiedenen Städten versprochenen - mehr als 510.000 Bäume! Übrigens werben die Schüler unter anderem mit diesem Chinesischen Sprichwort für ihre Aktion: "Der beste Zeitpunkt, einen Baum zu pflanzen war vor 20 Jahren. Der zweitbeste ist jetzt!"

Mehr unter: http://www.plant-for-the-planet.org/


Grünes und blühendes Bonn: Stadt verlängert Anmeldefrist

Eigentlich wäre der 15. Juni Ultimo für die Teilnahme an dem alljährlichen Wettbewerb "Grünes und blühendes Bonn" gewesen. Doch Hobbygärtner haben noch länger eine Chance an dem grünen Wettstreit 2009 teilzunehmen. Denn die Stadt Bonn verlängert den Anmeldeschluss bis zum 15. August.
Besitzer von Vor-, Haus- und Kleingärten, von bepflanzten Balkonen, begrünten Fassaden, Naturteichen, anderen biologisch bewirtschafteten Grünflächen oder Baumpaten können sich beteiligen. Voraussetzung ist, dass sie nach ökologischen Kriterien vorgehen. So kann ein Hobbygärtner, der etwa eine Hecke mit standortgerechten Pflanzen anlegt, Lebensräume für Fauna und Flora schaffen. Faltblätter, die an allen städtischen Infostellen ausliegen, weisen auf den grünen Wettstreit hin. Es winken viele Geld- und Sachpreise.

Für den Wettbewerb, den die Stadt Bonn gemeinsam mit der Volksbank Bonn-Rhein-Sieg ausschreibt, sind aussagekräftige Farbfotos gefragt. Bewerben kann man sich mit maximal fünf Farbaufnahmen seiner "grünen Werke" und einer Kurzbeschreibung beim Liegenschaftsamt der Bundesstadt Bonn, Stadthaus, Berliner Platz 2, 53103 Bonn.

Weitere Informationen gibt es unter den Rufnummern 0228/77-2615 und 0228/77-4522, oder im Internet unter www.bonn.de.

 


Moskau hat jetzt einen "Düsseldorf-Park"


Die Stadt Moskau hat einen Park nach ihrer Partnerstadt Düsseldorf benannt. Oberbürgermeister Dirk Elbers und sein Moskauer Amtskollege Juri M. Luschkow haben am Mittwoch, 22. April, den "Düsseldorf-Park" offiziell eingeweiht. Der Park ist 9,4 Hektar groß und liegt im südöstlichen Verwaltungsbezirk im Stadtteil Marjino. Er steht in Verbindung mit einem Bildungszentrum für Jugendliche. Der Park zeichnet sich durch einen großen künstlichen See, einen kleinen Hügel, Sportflächen und eine Erholungsanlage aus.
Während der Einweihungsfeier haben die Oberbürgermeister gemeinsam eine deutsche Eiche gepflanzt. Außerdem hat OB Elbers der Stadt Moskau einen zwei Meter großen Radschläger übergeben. Dieser wurde von dem Düsseldorfer Künstler Jacques Tilly mit Motiven und Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt gestaltet. Der Radschläger hat im Park auf dem Rondell auf der Lindenallee seinen Platz erhalten. An den sechs Parkeingängen weisen typische Düsseldorfer Straßenschilder in Deutsch und Russisch auf den "Düsseldorf-Park" hin. Im Rahmen der 9. Düsseldorfer Wirtschaftstage in Moskau war am Vortag die 53-köpfige Delegation aus der Landeshauptstadt im Moskauer Rathaus empfangen worden. Die Oberbürgermeister der beiden Partnerstädte unterzeichneten dabei Kommuniqués zur Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur und Öffentliches Grün.

Mehr unter:

http://www.duesseldorf.de/top/thema010/aktuell/news/dd_park_moskau/index.shtml


Bette Midler möchte eine Million Bäume in New York pflanzen

Die amerikanische Schauspielerin und Sängerin Bette Midler (62) träumt davon, aus New York einen sauberen, lebenswerten Garten zu machen. "Dafür setze ich mich seit 15 Jahren mit meiner Umweltgruppe Restoration Project ein", sagte sie dem ZEITmagazin. "Ich setzte mir das Ziel, Grünflächen in alle fünf Stadtteile New Yorks zu bringen. In den nächsten zehn Jahren möchte ich eine Million Bäume pflanzen."

Ihre Idee gehe zurück auf einen Deutschlandbesuch in den frühen achtziger Jahren. "Mein Mann ist Deutscher, sein Vater lebte in Frankfurt. Hinter dem Haus gab es kleine Gartenparzellen, in denen die Mieter Gemüse anpflanzten und ihre Häuschen verschönerten. Als wir 1994 nach New York zogen, trug ich die Bilder von den Frankfurter Schrebergärten noch im Kopf. New York war trostlos und schmutzig, in den Parks handelte man mit Drogen und betrieb Prostitution."

Bette Midler: "Jeden Tag fuhr ich meine Tochter mit dem Auto zur Schule, vom Süden Manhattans den West Side Highway hoch. So kamen wir immer an einem unglaublich verwahrlosten Park vorbei. Eines Tages beschwerte ich mich beim zuständigen Amt, und der Mann am Telefon sagte: 'Den Park finden Sie dreckig? Ich zeige Ihnen einen, der richtig heruntergekommen ist!' Er hatte nicht zu viel versprochen. Wir fuhren nach Washington Heights und besuchten einen 20 Hektar großen Park. Kriminelle benutzten ihn als Schrottplatz, weideten dort gestohlene Autos aus und ließen die Überreste einfach liegen oder verbrannten sie. Da beschloss ich, etwas dagegen zu unternehmen. Ich rief das Restoration Project ins Leben, stellte Leute an, wir begannen die Autowracks abzutragen, reinigten das Gelände, eröffneten ein Café und pflanzten Bäume. Sobald die Autodiebe merkten, dass es neues Leben in ihrem Park gab, verschwanden sie, ohne jegliche Konfrontation. Ich setzte mir das Ziel, Grünflächen in alle fünf Stadtteile New Yorks zu bringen. In den nächsten zehn Jahren möchte ich eine Million Bäume pflanzen."

Quelle: ZEIT MAGAZIN Nr.3 vom 8. Januar 2009
Mehr unter: http://www.nyrp.org/


Die grüne Lunge von Kabul
Baburs Garten wiederaufgebaut

Es ist schattig, und es ist friedlich. Männer sitzen unter einem Granatapfelbaum und spielen Karten, Kinder toben auf dem kleinen Spielplatz. Junge Frauen in bunten Kleidern laufen auf den geharkten Wegen und plaudern. Baburs Garten ist eines der beliebtesten Ausflugsziele für die Einwohner von Kabul. Die größte Parkanlage der afghanischen Hauptstadt wurde während der sowjetischen Invasion und der Taliban-Zeit zerstört und ist jetzt wieder das, was sie auch früher war - ein Rückzugsort für gestresste Großstädter und Verliebte. Das Gelände ist, wie für Afghanistan üblich, von einer hohen Mauer umgeben und ist mit seinen vielen Grünflächen eine grüne Lunge für die staubige, smogverpestete Stadt. Der Wiederaufbau, an dem auch Deutschland beteiligt war, war aufwendig und stieß deshalb bei vielen Kabulern auf Unverständnis.

Der weitläufige Garten Bagh e Bagur ist im persischen Stil angelegt, seine Geschichte reicht über Jahrhunderte zurück. Das elf Hektar große Gelände im Südwesten der Stadt wird 1528 von Kaiser Babur, dem Begründer der Moguldynastie, angelegt. In der Zeit nach dem Rückzug der Sowjets 1989 verwahrloste der Garten - hunderte Bäume wurden für Brennholz gefällt, der prächtige Sommerpalast zerfiel, Baburs Grab wurde geschändet. "Es war für eine lange Zeit ziemlich trostlos hier", sagt der Chef der Aga-Khan-Kulturstiftung in Afghanistan, Jolyon Leslie, dessen Organisation 2002 den Wiederaufbau durchführte. Die Wiederbelebung des Parks wurde anfänglich von der Bevölkerung nur zögerlich angenommen - sie hatten schlicht andere Probleme als Freizeitvergnügen. "Uns schlug eine Menge Ungläubigkeit und auch Zynismus entgegen", sagt der Südafrikaner Leslie, der seit 20 Jahren in Afghanistan lebt. Um Unterstützung zu gewinnen, mussten die Mitarbeiter der Stiftung von Aga Khan, dem Oberhaupt der rund 15 Millionen Mitglieder zählenden islamisch-schiitischen Ismailiten, immer wieder erklären, dass durch Wiederaufbau auch viele Jobs entstünden.

Rund fünf Millionen Dollar kostete der Wiederaufbau des Parks am Ende. Allein eine Million Dollar wurde für den Lohn von hunderten Arbeitern verwendet. Deutschland steuerte 1,2 Millionen Euro bei. Hunderte Aprikosen-, Haselnuss- und Kirschbäume wurden gepflanzt, das Kanalsystem repariert, Wege neu angelegt. 50.000 bis 60.000 Menschen kamen in diesem Sommer monatlich - obwohl der Park ein paar Afghani Eintritt kostet.

Quelle: Julia Naumann, AFP, n-tv.de 22.Oktober 2008
Mehr unter: http://www.n-tv.de/1041476.html


Beispielhaft aktiv für mehr Grün:
Auszeichnung für Hamburger Stiftung Lebendige Stadt

Für ihre Verdienste um eine grüne städtische Umwelt ist die vom Hamburger Unternehmer Alexander Otto gegründete Stiftung "Lebendige Stadt" am Mittwoch in Nürnberg mit der "Silbernen Landschaft" des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL) ausgezeichnet worden. In Hamburg hat sich die Stiftung "Lebendige Stadt" unter anderem für die Begrünung und Umgestaltung des Jungfernstiegs und des Gertrudenkirchhofs engagiert. Außerdem unterstützt die "Lebendige Stadt" herausragende Grünprojekte in Heilbronn, Köln und Essen. Kuratoriumsvorsitzender Alexander Otto: "Die Stiftung ‚Lebendige Stadt' fördert Best-practice-Projekte, die für andere Kommunen Vorbild sein können. Dabei geht es uns vor allem darum, die Ressourcen der Stadt zu stärken - für Klimaschutz, Grün und Lebensqualität."

BGL-Präsident Hanns-Jürgen Redeker überreichte die Auszeichnung an Gerhard Fuchs, Vorstandsmitglied der Stiftung "Lebendige Stadt" und ehemaliger Hamburger Staatsrat für Stadtentwicklung, in Nürnberg anlässlich der "GaLaBau 2008", der 18. Internationalen Fachmesse "Urbanes Grün und Freiräume". Fuchs bedankte sich im Namen der Stiftung "Lebendige Stadt" für die Auszeichnung: "Wir fühlen uns sehr geehrt durch die Auszeichnung des BGL und nehmen dies als große Motivation für unsere weitere Stiftungsarbeit. Grün ist zweifelsohne eine der wichtigsten ‚Softwares' der Städte, denn besonders durch Grün entstehen Lebendigkeit und Lebensqualität. Als Kommunikations- und Erholungsort ist öffentliches Grün unentbehrlich für alle Bürgerinnen und Bürger. Wir können versprechen, das die Stiftung ‚Lebendige Stadt' auch weiterhin Grün-Projekte fördern wird, die aufgrund kreativer Konzepte beispielgebend für andere Kommunen wirken und die so langfristig die Urbanität der Stadt fördern."

Mehr unter: www.stiftung-lebendige-stadt.de


Hannover ist die grünste Stadt Deutschlands


Das Männer-Life-Style-Magazin "Men's Health" interessiert sich auch für das Grün in der Stadt: Die Zeitschrift hatte 2007 aufgrund der Angaben der statistischen Landesämter die öffentlichen Grünflächen deutscher Städte ermittelt. Gewerbliche Grünflächen sowie Sportplätze oder Friedhöfe wurden nicht berücksichtigt. Das Ergebnis weist Hannover als die grünste Stadt Deutschlands aus. Fast elfeinhalb Prozent der gesamten Stadtfläche Hannovers sind öffentliche Grünflächen. Die Erfurter hingegen müssen grüne Oasen in ihrer Stadt suchen. Mit einem Grünanteil von lediglich 0,88 Prozent ist Thüringens Landeshauptstadt unter den 50 größten deutschen Städten demnach eher reichlich steinig. Die zweit- und drittgrünsten Städte Deutschlands sind Magdeburg (10,1 Prozent Grünanteil) und Essen (9,2 Prozent). Unter den ersten zehn befindet sich nur eine süddeutsche Stadt, München mit einem Grünanteil von 7,47 Prozent.

Grünanlagen in deutschen Städten
(in Prozent an der Gesamtstadtfläche)
1. Hannover 11,36
2. Magdeburg 10,10
3. Essen 9,20
4. Kassel 9,00
5. Köln 8,50
6. Oberhausen 7,60
7. München 7,47
8. Gelsenkirchen 6,90
9. Bremen 6,77
10. Hamburg 6,75
11. Bochum 6,70
12. Ludwigshafen 6,36
13. Berlin 6,19

 

Die gesamte Liste mit 50 Städten unter:

http://www.menshealth.de/hannover-ist-die-gruenste-stadt-deutschlands.32984.htm


Düsseldorfs Straßenbäume sollen es besser haben

55.000 Straßenbäume hat Düsseldorf. Sie reinigen die Luft von Staubpartikeln, verwandeln Kohlendioxid in Sauerstoff und verbessern so das Stadtklima. Das Gartenamt will künftig mehr und gesündere Exemplare pflanzen sowie die Lebensdauer der Bäume verlängern.

"Die Stadtgärtner setzen bei Neupflanzungen, Ersatzpflanzungen und Pflege künftig noch stärker auf ökologische Qualität", erklärte Gründezernentin Helga Stulgies. Sie stellte am 11. Februar 2008 ein Konzept zur besseren Entwicklung des Straßenbaumbestandes vor. Danach bekommen alle neu gepflanzten Bäume, rund 750 pro Pflanzsaison, durch eine größere Pflanzgrube mehr Platz für ihre Wurzeln. Auch die Freifläche rund um den Baum wird größer ausgelegt. Die Stadtgärtner folgen mit dem Konzept einer Empfehlung der "Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau (FLL) e.V.". Demnach hängt die Qualität der Standortbedingungen für Straßenbäume nicht nur von oberirdischen Kriterien ab, sondern auch von unterirdischen Bedingungen an den Wurzeln.

Während Bäume an natürlichen Standorten mehrere hundert Jahre alt werden können, erreichen Straßenbäume im Bundesdurchschnitt lediglich ein Alter von 75 Jahren. "Auch in Düsseldorf werden sie im Schnitt nicht viel älter", bilanzierte Gartenamtsleiter Manfred Krick. Nur 1.200 sind älter als 100 Jahre und immerhin 9.400 sind 75 bis 100 Jahre alt. Die Straßenbäume sind oftmals besonders negativen Standorteinflüssen ausgesetzt. Sie haben wenig Platz für ihre Wurzeln. Aber auch verdichteter Boden und dadurch bedingt mangelnder Gasaustausch, Hitzestau und mangelndes Wasser sowie mechanische Schäden durch parkende Autos machen ihnen zu schaffen. "Durch die Verbesserungen bei der Neupflanzung von Straßenbäumen und der gezielten Standortsanierung bei der Nachpflanzung wird ihre Vitalität und Lebensdauer steigen und ihre Blattmasse deutlich vergrößert", betonte die Gründezernentin.

Mehr unter:
www.duesseldorf.de

www.f-l-l.de


Heidelberg wird Bundeshauptstadt im Naturschutz 2007

Die Stadt Heidelberg wird "Bundeshauptstadt im Naturschutz 2007". Die Universitätsstadt überzeugte mit herausragenden Naturschutzmaßnahmen sowohl im innerstädtischen Bereich als auch im Umland. Auf kommunalen Grünflächen, im Arten- und Biotopschutz, entlang von Gewässern sowie in der Land- und Forstwirtschaft engagiert sich die Stadt vorbildlich für die Belange der Natur. Eine intensive Öffentlichkeitsarbeit und eine motivierende Bürgerbeteiligung unterstützen die breit angelegte Naturschutzarbeit der Stadt.

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Astrid Klug, würdigte das besondere Naturschutzengagement der Stadt Heidelberg und zwölf weiterer Preisträger-Kommunen im Rahmen einer Feierstunde in Berlin. Schirmherr des Wettbewerbs ist Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.

"Heidelberg beweist, dass eine ganzheitliche Sicht auf den Natur- und Umweltschutz möglich und nötig ist und sie keineswegs in Konkurrenz beispielsweise zu wirtschaftlichen Interessen einer Kommune stehen muss. Die Menschen in Heidelberg wissen unsere Arbeit zu schätzen. Sie sind an der Sache interessiert. Der Stadtentwicklungsplan macht Heidelberg fit für die Zukunft. Die Verleihung des Titels 'Bundeshauptstadt im Naturschutz' freut uns daher außerordentlich und soll uns ein Ansporn sein, unsere konsequente und erfolgreiche Naturschutzpolitik fortzuführen", so Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner.

Der Wettbewerb "Bundeshauptstadt im Naturschutz" fand ein hervorragendes Echo - 115 Städte und Gemeinden aus allen Bundesländern bewarben sich. Neben Metropolen wie Berlin, Hamburg und München beteiligten sich auch kleine Gemeinden wie das bayerische Ascha mit 1.600 Einwohnern. Mit der Wettbewerbs-Ausschreibung erfasste die Deutsche Umwelt Hilfe (DUH) vielfältige Naturschutzmaßnahmen der Teilnehmerkommunen aus dem gesamten Bundesgebiet. Städte und Gemeinden hatten die Gelegenheit, ihr Naturschutzengagement in den Bereichen Kommunale Grünflächen, Arten- und Biotopschutz, Gewässer, Land- und Forstwirtschaft zu dokumentieren und vorbildliche Projekte einzureichen. Zudem wurden viel versprechende Kooperationsansätze mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Interessengruppen honoriert. Kreative Formen der Zusammenarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung flossen in die Bewertung mit ein.

Mehr unter:
http://www.naturschutzkommune.de/
http://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/40220.php
http://www.bmu.de/allgemein/aktuell/160.php


Rettet unsere Kastanien!
Miniermotten-Population jetzt eindämmen

Die als gefräßig bekannte Kastanien-Miniermotte hat auch 2007 in ganz Deutschland zugebissen: Fast alle weiß blühenden Rosskastanien in Deutschland sind befallen. Die etwa fünf Millimeter großen Schädlinge legen ihre Eier auf den Blattoberseiten ab. Die schlüpfenden Larven fressen sich dann im Inneren durch die Blätter und hinterlassen braunes, totes Gewebe. So erklärt sich, dass befallene Kastanien oft schon kurz nach dem Austrieb, im Mai und Juni eine herbstliche Verfärbung zeigen. Der größte Teil des Laubes fällt dennoch erst im Herbst - zusammen mit den Überwinterungsstadien des Schädlings. Das einfachste und umweltschonenste Verfahren, den Befallsdruck für das nächste Jahr zu mindern, ist das Einsammeln des Falllaubes. In vielen Kommunen rufen die Grünflächenämter deshalb Bürger zum Mittun auf, in Berlin läuft die Laubsammelaktion unter dem Motto "Rettet unsere Kastanien". Gut zu wissen: Der Befall durch die Miniermotte tötet die Bäume nicht, aber sie haben durch die teilweise erhebliche Einbuße an aktiver Blattmasse (Chlorophyll) nur stark verringerte Assimilation. Sie wachsen kaum und können auch ihre Funktion als Sauerstofflieferant, Luftverbesserer und Schattenspender nicht erfüllen.


Beispielhaft! Essener Umweltpreis

Essen zeigt Gesicht: Unter diesem Motto hat das Umweltamt der Stadt Essen einen Umweltpreis ausgelobt - der Preis in Höhe von insgesamt 10.000 Euro wird gestiftet von der BMW-Niederlassung Essen. Ausgezeichnet werden Fassadengestaltungen zum Beispiel in Kombination mit Dach- und/oder Fassadenbegrünungen, Wärme dämmenden oder anderen gestalterischen Maßnahmen mit Berücksichtigung des Umweltschutzes. Bewerben können sich Einzelpersonen, Gruppen und Vereine, sowie kleine und mittelständische Unternehmen aus Essen. Auf diese Weise soll privates oder unternehmerisches Engagement für die städtische Umwelt größere Beachtung und eine entsprechende Würdigung erfahren. Einsendeschluss ist der 16. August 2007.

Weitere Informationen und die Wettbewerbsbedingungen finden Sie hier.


Central Park für alle

Bürgermeister Bloombergs 23-Jahres-Plan "plaNYC" beinhaltet 127 Vorgaben, die New York zur grünsten Stadt der USA machen sollen. Zentraler - und umstrittenster - Punkt ist eine Auto- und Lastwagenmaut für Manhattan nach dem Vorbild Londons, die an Werktagen zwischen sechs und 18 Uhr gelten und pro Auto acht Dollar kosten soll. Zudem will Bloomberg den Treibhausgas-Ausstoß der Metropole bis 2030 um mindestens 30 Prozent senken. Dazu werden alle gelben Taxis bis 2012 auf Hybridantrieb umgestellt, alte Kraftwerke durch neue ersetzt, Flachdächer begrünt und die Zahl der Radwege vervierfacht. Jeder New Yorker Bürger soll künftig nicht mehr als 10 Gehminuten von einem Park entfernt wohnen.

Quelle: Focus 26/2007 S. 172


In München über 10 Prozent der Stadtfläche Biotope

Münchens Grünanlagen beherbergen eine bemerkenswerte Artenvielfalt: 3.100 Pflanzen- und Tierarten und 782 Lebensräume sind im Arten- und Biotopschutz-programm (ABSP) der Stadt München erfasst.
Dies erklärte Umweltstaatssekretär Otmar Bernhard anlässlich des GEO- Tags der Artenvielfalt in der Angerlohe bei Allach. Bernhard: "Es mag vielleicht überraschen, aber innerstädtische Erholungsflächen und grüne Großstadt-Lungen werden immer mehr zu Naturoasen und Refugien bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Das gilt vor allem für München, wo über 10 Prozent der Stadtfläche schützenswerte Biotope sind." Neben den großen Stadtparken Englischer Garten und Nymphenburger Schlosspark bieten auch die Kalkhaiden im Dachauer Moos, die Isar mit den Au- und Hangleitenwäldern und die Eichen-Hainbuchen-Bestände der Lohwälder, wie die Angerlohe, besonders wertvolle Lebensräume.


Weitere Informationen unter:
http://www.natur.bayern.de


Vernetzte Stadtparks und Hotspots im Grünen

Es gibt viele gute Gründe, das Büro hin und wieder nach draußen zu verlegen. Arbeiten im Grünen macht kreativ, die frische Luft sorgt für gute Laune. Das Handelsblatt-Supplement "weekend" vom 18. Mai 2007 beschreibt gar einen "Trend zum Open-Air-Büro, der viele Parks veranlasst, sich mit Hotspots zu vernetzen." Die zehn größten Grünanlagen in New York sind mit Internetzugängen ausgestattet. In den Pariser Parks sind Funksäulen mit Wireless-Verbindungen installiert - dort ist die Einwahl sogar kostenlos. Und in Deutschland? In 341 Hektar großen Münchner Englischen Garten stehen acht (kostenlose und kostenpflichtige) Hotspots zur Verfügung. Im Biergarten am "Chinesischen Turm" surfen schon mittags die Mitarbeiter der Banken, Versicherungen und Konzerne der nahe gelegenen Königinstraße. Auch das Hamburger Strandbad "Del Mar" oder das Berliner "Strandbad Grünau" sind vernetzt.

Wer mehr wissen will, geht auf www.hotspot-location.de und www.cafespots.de : Suchmaschinen für weltweit insgesamt 32.316 Hospots mit Internetzugang über Wlan und Wimax: Parks, Cafés, Biergärten ...


City-Maut und Millionen Bäume für New York

(IdgS) New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg hat in seiner Rede zum nationalen Tag der Erde am 22. April 2007 einen ehrgeizigen Umweltplan für die Millionenmetropole vorgestellt. Nicht nur der Central Park, sondern die ganze Stadt soll dem Ruf einer "grünen Lunge" gerecht werden. Ein strenges 127-Punkte-Konzept beinhaltet die Details für Land, Luft, Wasser, Energie und das Transportwesen.

Auch die Straßen sollen "grüne Lungen" werden. In den nächsten zehn Jahren wird eine Million neuer Bäume gepflanzt, die dicke Luft über New York muss klarer werden, erklärt Bloomberg: "Auch wenn unsere Bevölkerung weiter wächst, werden wir mit diesem Plan unseren CO2-Ausstoss bis 2030 um 30 Prozent reduzieren.“ Dabei soll auch eine City-Maut helfen.
Mehr als acht Millionen Menschen wohnen zwischen Bronx und Staten Island. Bis 2030 könnten es noch mal gut eine Million Einwohner mehr werden. Damit kommen neue Herausforderungen auf New York zu, gerade was die  Umwelt betrifft. Bloomberg setzt sich für ein "grünes" New York ein. Seine Stadt soll Vorreiter werden und die Nummer Eins im Umweltschutz. Andere Städte könnten diesem Beispiel folgen, hofft der Bürgermeister.

Mehr unter:

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6655888,00.html


http://www.nytimes.com/2007/04/23/opinion/23mon2.html?
ex=1178683200&en=b9bbf5013c7f3a91&ei=5070

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