Veranstaltungen seit 2003
 

Vierte Europäische Landschaftsbau-Tagung
Straßburg, 26.-28. Oktober 2009

Vom 26.-28. Oktober 2009 fand in Straßburg die 4. Europäische Landschaftsbau-Tagung unter der Schirmherrschaft von Terry Davies, Generalsekretär des Europarats, statt. Ein Tag war dem Thema DIE GRÜNE STADT gewidmet. Unter dem Beifall der Delegierten zahlreicher Verbände und Institutionen wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen fünf nationalen Green-City-Initiativen und dem Internationalen Partner ELCA geschlossen. Die Vereinbarung verpflichtet die Partner zu intensiver Zusammenarbeit und Wissens- und Erfahrungsaustausch und sieht mindestens einmal jährliche, internationale Treffen vor. Die allen gemeinsame Philosophie zielt darauf ab, ein Bewusstsein für den Wert von Grün zu schaffen und Menschen für mehr Engagement pro Grün zu motivieren, um die Begrünung der Städte in Europa zu fördern. Dies geschieht durch Information von Wirtschaft und Politik, aber auch der Öffentlichkeit über die vielfältigen positiven Funktionen der Vegetation und der grünen Räume für die Lebensqualität, das Wohlbefinden, die Bereicherung sozialer Bindungen, die Dynamisierung der Wirtschaft und den Erhalt der Umwelt. DIE GRÜNE STADT ist eine Antwort auf die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen.

Seit 2002 haben sich in den Ländern eigenständige Organisationen entwickelt, die schon in der Vergangenheit miteinander kooperiert haben, dies aber in Zukunft intensivieren wollen. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass die Probleme des öffentlichen Grüns in den Ländern im Kern identisch sind - die Lösungen auch! In den nächsten Jahren sollen weitere Länder integriert werden. Die Partner der ersten Stunde sind:
* De Groene Stad in den Niederlanden,
* The Green City in Großbritannien,
* Cité Verte in Frankreich,
* Green City Italia in Italien,
* Stiftung Die Grüne Stadt in Deutschland, und
* ELCA, die europäische Vereinigung des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus.

Informationen zur Veranstaltung unter:

http://www.assisespaysage.fr/strasbourg-2009

 

4. Grünberger Gartentherapietage

Unter dem Titel "Auf dem Weg" finden vom 18.09. - 20.09.2009 in Grünberg (Hessen) die 4. Grünberger Gartentherapietage statt.

Programm

 

Gesucht: Grüne Spielplätze

Seit Juli 2009 schreibt DIE GRÜNE STADT unter Schirmherrschaft der Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner einen Wettbewerb für Grüne Spielplätze aus. Als Preisgeld winken 10.000,-- Euro. Die Wettbewerbsbedingungen und Hinweise zur Bewerbung finden sie in dieser

pdf: DGS-Ausschreibung grüne Spielplätze


1. Norddeutscher Baumschultag 2009
"Grün geht uns alle an!"

13. Mai 2009 im Gartenbauzentrum in Ellerhoop-Thiensen

Der 1. Norddeutsche Baumschultag setzte den Fokus auf die Pflanze. Unter dem Motto "Grün geht uns alle an!" betonten die Landesverbände Hamburg und Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. im Rahmen eines Vortragsforums die Bedeutung von Pflanzen für den Menschen, vor allem im städtischen Umfeld.

Bernhard von Ehren, Vorsitzender des BdB-Landesverbandes Hamburg, beschrieb das Motiv der Veranstalter für den 1. Norddeutschen Baumschultag: "Die positiven und geldwerten gesellschaftlichen und individuellen Folgewirkungen der Pflanzenverwendung im öffentlichen und privaten Bereich werden leider oft übersehen. Aus diesem Grund ist es wichtig, den Wert von Grün stärker in das Bewusstsein der allgemeinen Öffentlichkeit, aber auch relevanter Entscheidungsträger zu rücken. Dies kann nur durch einen guten Informationsaustausch nachhaltig und wirkungsvoll gelingen. Der 1. Norddeutsche Baumschultag 2009 unterstützt dieses Ziel.

Einen spannenden Vortragsreigen moderierte Dr. Frank Schoppa, Geschäftsführer des BdB-Landesverbandes Schleswig-Holstein.

Der Umweltminister des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Christian von Boetticher, zeigte die Chancen des Gartenbaues bei dem "blühenden Leben in Stadt und Land" als "win-win-Situation" für Wirtschaft und Bevölkerung im Norden auf.

Wissen, worüber man spricht: dafür sorgt Prof. Dr. Hartmut Balder, in dem er die Wohlfahrtswirkungen von Pflanzen im urbanen Bereich qualifizierend und quantifizierend beschrieb. Am Ende seiner Rede gab Balder das Signal: "Am Beginn des 21, Jahrhunderts sollte eine moderne Gesellschaft nicht auf die vielen positiven Funktionen eines vitalen Stadtgrüns verzichten."

Den positiven Zusammenhang zwischen der "Grün-Ausstattung", Lebensqualität und der Werthaltigkeit von Wohnanlagen zeigte Rainer Müller vom Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen auf.

Am Beispiel der Internationalen Gartenschau (IGS) Hamburg 2013 machte der Grün-Experte Heiner Baumgarten die fundamentale Bedeutung von Pflanzen im Rahmen einer nachhaltigen städtischen Freiraumplanung deutlich. "Eine grüne Mitte als interkultureller Treffpunkt wird die Mitte des Stadtteils Wilhelmsburg sein und damit die Lebensqualität nachhaltig verbessern", so der IGS-Geschäftsführer.

Peter Menke präsentierte das Forum "Die Grüne Stadt", welches sich für einen interdisziplinären Diskurs über den gesellschaftlichen Nutzen von öffentlichem und privatem Grün einsetzt.

Stoldt und von Ehren fassten die Erkenntnisse zum Ende der Veranstaltung zusammen: "Wir setzen uns dafür ein, dass der gesellschaftliche Nutzen von öffentlichem und privatem Grün im öffentlichen Bewusstsein stärker als bisher wahrgenommen wird. Investitionen in Grün - von Gemeinden wie von Privatpersonen und auch Unternehmen - dürfen nicht länger hauptsächlich als Kostenfaktor betrachtet werden. Wir müssen ein Bewusstsein für "Grün" schaffen, das Voraussetzung ist für ein breit getragenes Engagement für mehr Grün in Städten und Gemeinden. Für diese Idee bitten wir Sie um Ihre aktive Unterstützung. Grün ist Leben!"

 

Forums-Veranstaltung am 27. Mai 2008 in Bonn
Plaza der Vielfalt, UN Konferenz zur Biodiversität

 

Unter dem Titel: "Grüne Stadt: Voraussetzung für Biodiversität" organisierte das Forum

DIE GRÜNE STADT zusammen mit dem Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL) sowie der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. einen Fachbeitrag auf der "Plaza der Vielfalt" anlässlich der UN-Konferenz zur Biodiversität in Bonn. Tenor:
Die öffentlichen und privaten Gärten der Städte bieten Lebensräume für Pflanzen, Tiere und Insekten, die außerhalb der Städte nicht mehr bestehen. Eine artenreiche und für Menschen erlebbare urbane Biodiversität ist jedoch auf ein ausgewogenes Verhältnis von Freiflächen und bebauter (versiegelter) Umwelt angewiesen. Aus den breiten Sortimenten der Baumschulen und mit der Expertise von Landschaftsgärtnern wird die Voraussetzung für Biodiversität geschaffen. Investitionen in abwechslungs- und artenreiches Grün haben darüber hinaus positive direkte und indirekte Auswirkungen auf Gesundheit, Lebensqualität, Sicherheit, Wohnen und Erholung. Vor allem Kinder und Jugendliche, aber auch ältere Menschen, die weniger mobil sind, brauchen Grün- und Freiflächen, um jenseits der Hektik der Stadt Natur erleben zu können.

Kurzfassung zum Vortrag von Professor Dr. Stefan Körner, Kassel:

Grüne Städte als Orte von Artenvielfalt

Artenvielfalt ist ein Unterbegriff von Biodiversität, weil Biodiversität mehr umfasst als nur die Arten, nämlich auch Gene oder Ökosysteme bzw. Landschaften. Biodiversität ist eine Kurzfassung von Biological Diversity. Rosen von der Commission of Life Science des US-National Research Council ließ 1986 den Wortbestandteil "logisch" weg, um die emotionalen und spirituellen Aspekte von biologischer Vielfalt zu betonen. BioDiversity

war somit ein Kunstwort, das dann von Wilson 1988 zum Begriff Biodiversity zusammengezogen wurde. Biodiversität hat somit von Anfang an nicht nur die ökologischen Funktionen der Arten zum Inhalt, sondern auch ihren Beitrag zur menschlichen Lebensqualität. Diese emotionale und qualitative Verbindung kann eine

sehr enge sein, wie sie schon allein durch die deutschen Namen einzelner Arten ausgedrückt wird. Sie ist zum Teil auch sehr alt: Die ersten Arten, die mit dem Menschen eine gemeinsame Evolution eingingen, waren zum Beispiel Nahrungsschädlinge. Entsprechend gibt es Arten, deren Namen auf die menschliche Lebenswelt verweisen, die man aber keineswegs immer schätzt, wie z. B. die Bettwanze, die Küchenschabe, die Kellerassel, der Hausbock, die Hausratte oder der Hausmarder bzw. neuerdings der Automarder. Mit der Einwanderung von neuen Wildtieren in die Stadt, wie z. B. von Wildschweinen, wird klar, dass die Verbindung menschlicher Lebenswelt und Arten nicht immer konfliktfrei und harmonisch ist. Das heißt, Biodiversität kann anstrengend sein. Aber es gibt auch harmlose Gesellen, wie z. B. den allseits bekannten Hausspatz, den Mauersegler, den Turmfalken, den Haus- und den Gartenrotschwanz oder bei den

Pflanzen die Dachwurz oder den Mauerpfeffer. Mitunter ist die Verbindung so stark, dass man zwischen Kultur- und Wildform nicht richtig unterscheiden kann, wie bei den Höckerschwänen, die schon seit alters als Ziervögel gehalten werden.
Und: es gibt ökologische Überraschungen, weil - wie bei den Wildschweinen angedeutet - die städtische Nutzungs- und Strukturvielfalt sowie die Durchgrünung der Städte zur Einwanderung neuer Arten führt. Bekannt ist das Beispiel der Amsel, ursprünglich ein scheuer Waldvogel, seit den 1980er Jahren wandern Eichelhäher ein, gefolgt von ihrem Feind, dem Habicht, der allerdings auch vom Angebot an Stadttauben profitiert. Sogar die viel gescholtenen immergrünen Koniferengärten führen in München mittlerweile dazu,

dass sich der Alpenbirkenzeisig etabliert. Ehemalige Ziergehölze bürgern sich in den Städten ein und bieten in blütenarmen Zeiten Nahrung. Insgesamt handelt es sich bei diesem Einwanderungsgeschehen keineswegs nur um Allerweltsarten oder "Opportunisten": Auf Berliner Stadtgebiet brüten Seeadler und bauen Biber Burgen, in Kassel geht auf

dem Gelände der BUGA 1981 ein Fischadler auf die Jagd. Gerade das letzte Beispiel zeigt, dass die Vielfalt der Natur in der Stadt auch von der Vielfalt der Gärten und Parks abhängt. Damit geht es auch darum, die Vielfalt der städtischen Gartenkultur zu erhalten und auszubauen.
Vieles ist in den letzten Jahren zum Standard geworden, wie Straßenbaumpflanzungen, Dach- und Wandbegrünungen. Allerdings bewirkt derzeit fehlendes Pflanzenwissen, dass mit der finanztechnisch notwendig gewordenen Extensivierung der Pflege, die nicht per se schädlich sein muss, wenig kreativ umgegangen wird. Statt auf die städtischen Standortbedingungen zu reagieren und trockenresistente und pflegeleichte Stauden, z. B. aus dem mediterranen oder südöstlichen Bereich, anzupflanzen, wird monotoner Gebrauchsrasen ausgesät, weil man mit Cotoneaster gescheitert ist. Versuche zeigen jedoch, dass die Bevölkerung sehr dankbar auf entsprechende Staudenpflanzungen reagiert, weil sie mehr Vielfalt und Abwechslung geboten bekommt.

Vortrag als pdf

Vortrag von Dr. Andreas Kipar, Mailand, als pdf

 


19. Januar 2007:

Mehr Lebensqualität durch Grün in der Stadt



Zum dritten Mal in Folge steht die Präsentation des niederländischen Zierpflanzenbaus auf der Grünen Woche in Berlin unter dem Thema „Grün in der Stadt“. Und wieder dient dieser Messeauftritt auch der Darstellung der Zusammenarbeit mit dem Forum DIE GRÜNE STADT. Anhand von Schautafeln können sich Messebesucher über vielfältige Nutzenaspekte einer grünen Stadt informieren. Mehr noch: Der Messestand lädt Besucher mit blühenden Gehölzen, Blumenzwiebeln und Zierpflanzen zum Verweilen ein, Sitzbänke stehen unter frisch ausgetriebenen Bäumen. Hiermit wird der ästhetische Nutzen und der Erholungswert von Grünflächen in der Stadt visualisiert. Konkrete Beispiele und neue Erkenntnisse gab es am Freitag, 19. Januar 2007 in der Forumsveranstaltung „MeAuditoriumhr Lebensqualität durch Grün in der Stadt“, die ebenfalls auf der Messe Berlin stattfand.

Renée Bergkamp, Generaldirektorin im Niederländischen Ministerium für Landwirtschaft, Natur und Lebensmittelqualität, betonte den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wert von Grün in der Städteplanung: „Mit Grün in der Stadt sind sicher nicht alle Probleme in unseren Städten zu lösen, aber wir sind überzeugt, dass Grün mehr leistet, als es kostet.“

Vortrag Renee Bergkamp

Jaap Spros, Vorsitzender der Plant Publicity Holland und der Entente Florale (NL), nahm das Stichwort auf und verwies auf die praktische Umsetzung der Erkenntnis, dass Grün lohnt: „Wir freuen uns und sind stolz darauf, dass die Niederländische Regierung und die 31 großen Gemeinden für die Zukunft das Grün als Schwerpunktthema auf ihre Agenda gesetzt haben.“

Vortrag Jaap Spros

Mike de Vries, Geschäftsführer der FC Deutschland GmbH, stellte das Forum DIE GRÜNE STADT als Netzwerk vor: „Mit der Baumpflanzaktion unter den Gewinnern im Wettbewerb „Deutschland – Land der Ideen“ hat das Forum es geschafft, innovative Unternehmen und Organisationen für das Grün in der Stadt zu interessieren.“

Mit drei kurzen Fachvorträgen wurden dann verschiedene Aspekte von Grün in der Stadt näher beleuchtet:
„Grün und Gesundheit“ stand im Mittelpunkt des Vortrages von Tom Bade, der vor allem auf die ökonomischen Leistungen einer grünen Stadt hinwies. Pflanzen verbessern das Stadtklima und die Luftqualität, sie machen Städte attraktiv für Investoren, Bürger und Touristen. Außerdem sorgen Grünflächen für Freiraum und damit für Spielmöglichkeiten für Kinder und Erholungsraum für Erwachsene. „Wir müssen Grün in der Zukunft mehr nach seinem Beitrag für Gesundheit, Sicherheit, ökonomische Entwicklung und andere gesellschaftliche Themen beurteilen.“

Vortrag Tom Bade

Michael Schwarze-Rodrian zeigte an vier Beispielen auf, wie städtisches Grün international mehr und mehr zu einer strategischen Größe der Stadtentwicklung wird: The Highline in New York ist ein neuer Park auf einer ehemaligen Güterbahntrasse „im ersten Obergeschoß“. Im Projekt „Hudson River Park“, ebenfalls in New York, entstehen aus alten Pieranlagen 16 neue Parks entlang des Hudson River. Mit dem „Westergas Fabriek Park“ entwickelt sich in Amsterdam auf einem alten Gaswerksgelände ein neuer Stadtteilpark. Nicht zuletzt der Emscher Landschaftspark: Auf Basis und unter bestmöglicher Einbeziehung von Industriekultur und Industrielandschaft entsteht entlang des Emscherflusses ein regionales Parksystem im Ruhrgebiet. Michael Schwarze-Rodrian: “Nachhaltige Strategien der Grünentwicklung sind langfristige Konzepte für mehr Lebensqualität in unseren Städten. Die Qualitäten der Stadtlandschaft werden zu einem Wettbewerbsfaktor zwischen den Städten.“

Marc Van den Steen stellte mit dem „Proximus-Projekt“ eine jüngere Untersuchung über den Einfluss von Grünpflanzen auf Luftqualität und Wohlbefinden am Arbeitsplatz vor. Die Ergebnisse dieser unter realen Bedingungen in zwei Großraumbüros durchgeführten Untersuchungen bestätigen die Vorteilhaftigkeit einer intensiven Bürobegrünung: „Die Wirkung auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit war positiv, die Konzentration flüchtiger organischer Stoffe in der Luft war verringert, das Wohlbefinden der Mitarbeiter erheblich verbessert und der Krankenstand niedriger. Die ökonomische Bewertung zeigt, dass die Begrünung des Arbeitsplatzes eine lohnende Investition ist.“

Vortrag Marc Van den Steen

 


Grün wirkt!
DIE GRÜNE STADT trifft Bundespräsident Horst Köhler



Stolz präsentierte sich das Forum DIE GRÜNE STADT als einer von 365 Gewinnern im Wettbewerb „Deutschland: Land der Ideen“ im Berliner Museum für Kommunikation. Das Forum sorgte 2006 mit fast 200 Baumpflanzaktionen für bundesweite Aufmerksamkeit und war so auch den Initiatoren aufgefallen.

KöhlerDie Deutschland-Initiative hatte sämtliche Gewinner nach Berlin eingeladen und einige davon hatten die Chance zum Gespräch mit Bundespräsident Horst Köhler, dem Schirmherrn des Wettbewerbs. „Das Grün in der Stadt liegt deutlich im öffentlichen Interesse,“ betonte Peter Menke, Sprecher des Forums gegenüber dem Bundespräsidenten. „Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung, aber auch der Umweltsituation in den Städten, ist es wichtiger denn je, dass in Grün investiert wird.“ Die Forderungen des Forums DIE GRÜNE STADT sind durch Bürgerbefragungen und wissenschaftliche Untersuchungen belegt: Ältere Menschen, die weniger mobil sind, benötigen fußläufig erreichbare Grünflächen zur Erholung und Kommunikation. Ein Hauptargument, damit Familien mit Kindern in Städten bleiben, ist der leichte Zugang zu öffentlichen Grünflächen bzw. Spielmöglichkeiten mit Naturbezug. Extreme Temperaturen wie im Sommer 2006, aber auch die Feinstaub- und Lärmbelastung in Städten können durch Pflanzen positiv beeinflusst werden. „Viele Stadtbewohner wissen einfach zu wenig über die Leistungen von Pflanzen zur Verbesserung des Stadtklimas, nehmen aber die Vorteile einer grünen Umgebung gerne, wenngleich unbewusst, in Anspruch,“ erläuterte Menke dem interessierten Bundespräsidenten. Das Forum DIE GRÜNE STADT hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, Bürger und Unternehmen zu informieren und zu eigenem Engagement für mehr Grün in der Stadt zu motivieren. Die etwa 200 Baumpflanzaktionen 2006 wurden gesponsert durch zahlreiche Baumschulen und Garten- und Landschaftsbaubetriebe.

KöhlerDer Bundespräsident sagte spontan zu, 2007 gemeinsam mit dem Forum DIE GRÜNE STADT in Berlin einen Baum zu pflanzen. Symbolisch erhielt er eine Waldkiefer, den Baum des Jahres 2007, als Bonsai.





Symposium auf der GaLaBau Nürnberg


14. September 2006
15.00 bis 18.30 Uhr




Messezentrum Nürnberg,
CCN-Ost, Ebene 2,
Saal + Foyer Petersburg

Veranstalter
Forum – DIE GRÜNE STADT



 

Der Wert von Grün 

Der Wert von Grün ist unbestritten – solange es nichts kostet. Vollmundigen Erklärungen der Politik stehen Einsparungen im öffentlichen Grün gegenüber, Maßnahmen im Freiraum werden allzu häufig noch nach dem Motto „was haben wir denn noch an Mitteln übrig? (Grün brauchen wir auch noch!)“ durchgeführt. Doch um welche Werte geht es überhaupt – und welche Beispiele zeigen, dass sich Investitionen ins Grün für Kommunen und private Investoren tatsächlich rechnen? Das Forum „Die Grüne Stadt“ griff die Frage nach dem Wert des Grüns in ihrem Symposium anlässlich der GaLaBau-Messe in Nürnberg auf.

 Die Bedeutung des Grüns im Wohnungsbau stellte Dr. Isolde Hagemann von der AGB Holding in Frankfurt eindrucksvoll heraus. Die AGB betreut mit ihren insgesamt fünf Gesellschaften rund 50 000 Wohnungen und etwa 120 000 Mieter – das sind rund ein Fünftel der Bürger Frankfurts. Dazu bewirtschaftet sie rund zwei Millionen Quadratmeter Grünfläche mit mehr als 600 Spielplätzen und 25.000 Bäumen. Hagemann, die mit ihren zehn Mitarbeitern für Projekte und Ausschreibungen zuständig ist und Beschwerden der Mieter bearbeitet, misst einem gepflegten Grün eine hohe Bedeutung für die Vermietbarkeit der Objekte zu. Gerade bei höherpreisigem Wohnraum spiele das Grün eine große Bedeutung. Für den „privaten Investor“ – also den Mieter – sei bei der Wahl der Wohnung mit entscheidend, wie sich das Grün im direkten Umfeld präsentiere. Ein Absinken der Grünqualität führe „ganz schnell zu einer dauerhaft veränderten Sozialstruktur“ und fördert den Leerstand von Wohnraum, eine Entwicklung, die sich dann nur sehr langfristig wieder umkehren lasse. Investitionen in Grün – Anlage und Pflege – seien insoweit erfolgsentscheidende Faktoren für die AGB: „Der Wert des Grüns liegt in dem höheren Wohlbefinden der Mieter und damit für uns als Eigentümer im Erhalt der Wohnqualität und des Wohnungswertes. Das Grün ist das Kapital unserer Siedlungen, auch wenn dies nicht vollständig quantifizierbar ist“ fasste Hagemann ihre Erfahrung zusammen.

Innen und außen als Einheit begreifen

Recht konkret zeigten sich die positiven Wirkungen des Grüns auch bei dem auf der Veranstaltung vorgestellten Projekt  „Radisson SAS - Blue Heaven“, einem viel beachteten neuem Hotelprojekt in Frankfurt am Main. Architekt Jäger stellte für das Architekturbüro John Seiferts Architects das Projekt aus Hochbausicht vor – ein zentrales Element des in Form einer Münze errichteten Baus war danach die Herstellung transparenter Räume, die dem Besucher einerseits Orientierung, andererseits aber auch immer wieder interessante Blickachsen bieten sollte. Durch die großzügig verglasten Fensterfronten schweift der Blick der Hotelgäste deshalb immer auch in den Außenraum, der damit zu einem wichtigen Teil der Hotelanlage wird.
Für dessen Verwirklichung war Landschaftsarchitektin Ute Wittich verantwortlich, die auf relativ kleiner Fläche nutzbare Grünräume schuf, die gleichzeitig auch Schutzfunktionen (Lärm-, Sicht- und Staubschutz) gegenüber der stark frequentierten Straße in unmittelbarer Nähe zum Hotel bieten. Auch hier, so zeigten sich die beiden Architekten überzeugt, rechnete sich die Investition in das Grün für den Bauherren - zum einen durch die direkten „Wohlfühlwirkungen“ auf die Gäste (und damit deren Bereitschaft, in diesem Hotel öfters zu übernachten) zum anderen aber auch ganz konkret durch hohe Gästezahlen auf der Hotelterrasse, die gastronomisch vom Hotelbetrieb bewirtschaftet wird.

Den Wert von Grün unterstrich eindrucksvoll der Sachverständige Dr. Hans-Joachim Schulz (Düsseldorf) in seinem Vortrag durch die Gegenüberstellung von baumlosen und baumbestandenen Straßen. Unabhängig von diesem offensichtlich erkennbaren Wert von Grün verdeutlichte Schulz, dass der monetäre Wert des Grüns durch unterschiedlichste Rechtsgebiete beeinflusst wird. Je nach Rechtsgebiet - ob es beispielsweise um Schadensersatz, Enteignungsentschädigungen, Erbrecht, Natur- oder Umweltschutzrecht oder die persönliche Einstellung geht - könne der Wert des Grüns erheblich variieren. Der Pflegezustand einer Anlage oder auch eines einzelnen Baumes sei dabei sehr bewertungsrelevant. Darüber hinaus betonte Schulz, dass Pflanzen, die nicht wenigstens eine Minimalpflege erhalten,  „sich verabschiedeten“, was eine erhebliche Kapitalvernichtung bedeute.

Der Wert von Grün (7,8 MB)

 

Neue Veröffentlichung der GALK

Ganz deutlich zeigten die Beispiele, dass der Wert von Grün in starkem Maße davon abhängt, wann sich die Investoren und Planer mit dem Außenraum beschäftigen. Die möglichst frühe Verbindung von Innen und Außen führt zu Lösungen, die dann von den Bauherren und vor allem von den Nutzern anerkannt wird. Nicht nutzbares „Verlegenheitsgrün“ dagegen verursacht Kosten, denen kaum ein Wert gegenübersteht, weil es von niemanden „wertgeschätzt“ wird, damit in der Folge schnell verwahrlost und so wiederum Kosten verursacht (und dem Image des Projektes schadet). Leider, so konstatierte der Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hanns- Jürgen Redeker in der Diskussion, werde der grüne Sachverstand bei Baumaßnahmen noch immer zu spät hinzugezogen – eine Tatsache, die schon lange bemängelt wird. Aufgabe muss es deshalb für die Zukunft sein, noch stärker als bislang über Strategien nachzudenken, wie dem Kunden die wertsteigernden Möglichkeiten von Grün vor Augen geführt werden können. Auf dem Symposium konnte diese Frage nicht abschließend beraten werden, in Bezug auf die Diskussion beim öffentlichen Grün mag eine neue Veröffentlichung der GALK Interessierten weiterhelfen, die aktuell über das Internet abrufbar ist. Unter der Adresse http://www.galk.de/ veröffentlichte die Ständige Konferenz der Gartenamtsleiter die Ergebnisse einer Forschungsarbeit der GALK-DST unter dem Titel „Bedeutung von Freiräumen und Grünflächen für den Wert von Grundstücken und Immobilien.

Bedeutung von Freiräumen und Grünflächen für den Wert von Grundstücken und Immobilien (151 KB)

Das Forschungsprojekt zeigt, dass vielgestaltige positive Wirkungen von Freiräumen auf den Bodenwert existieren. Höchst bedeutsam für die Wirkungen der Freiräume auf den Bodenrichtwert seien dabei die Aktivitäten der Grünflächenämter. Mit zunehmender Qualität des Pflegezustandes steige der mittlere Bodenwert der Untersuchungsstandorte in „signifikanter Weise steil an“. Ganz offensichtlich ist dieser Zusammenhang den Investoren noch nicht ausreichend bekannt - ein Zustand, den das Forum DIE GRÜNE STADT verändern möchte.



Symposium die grüne Stadt

14. Februar 2006: Ausgezeichnet!
Bäume für die Gewinner

 

(IdGS) Aus über 1.200 Bewerbungen im bundesweiten Wettbewerb „Deutschland – Land der Ideen“ hat eine hochrangige Jury aus Vertretern der deutschen Wirtschaft 365 Orte ausgewählt, die für Innovation, Mut und Neugier stehen und Deutschland 2006 auch gegenüber dem Ausland repräsentieren sollen. Der 14. Februar 2006 stand ganz im Zeichen von Grün: Das Forum „Die grüne Stadt“ aus Düsseldorf war der Ort im Land der Ideen und sorgt über den Tag hinaus für Aufmerksamkeit. Für die anderen 364 Gewinner im Wettbewerb stiftet das Forum je einen Baum.

 

Mehr als 100 geladene Gäste und weitere Zuhörer nahmen in der Kundenhalle der Deutschen Bank in Düsseldorf an der Prämierung des Forums teil.

„Im Fokus der Arbeit des Forums“, so Sprecher Peter Menke, „steht der praktische Nachweis der These, dass Grünanlagen und Straßenbäume keineswegs nur Kostenfaktoren sind, sondern eine lohnende Investition in Gegenwart und Zukunft. In Zeiten knapper Kassen vergessen Stadt- und Gemeinderäte in ihrer Not leicht, dass grüne Städte friedlicher, gesünder und wirtschaftlich erfolgreicher sind als graue Quartiere. Stadtviertel, in denen Bäume gepflanzt, Beete gepflegt oder Blumenzwiebeln gesetzt werden, leiden weniger unter Vandalismus und Kriminalität als Betonwüsten. Die Bürger fühlen sich wohler und identifizieren sich mehr mit ihrer Wohnumgebung, die Stadt profitiert durch mehr Tourismus und auch Investoren reagieren auf einen attraktiven Standort. Die Wirkung von Pflanzen auf das Wohlbefinden der Menschen zeigt sich auch am Arbeitsplatz: In begrünten Büros sind die Mitarbeiter gesünder und fühlen sich wohler, sind motivierter und leistungsfähiger.“

 

In der Kundenhalle der Deutschen Bank in Düsseldorf erhielt das Forum DIE GRÜNE STADT am 14. Februar 2006 die Prämierung als "Ort im Land der Ideen".

Die Auszeichnung als Ort im Land der Ideen erhält das Forum „Die grüne Stadt“ im Hause der Deutschen Bank in Düsseldorf. Dr. Heiner Leberling begründet das Engagement seines Hauses: „Als Exklusiv-Sponsor fördern wir den Wettbewerb ´365 Orte im Land der Ideen´ - die größte Veranstaltungsreihe, die das Land je gesehen hat. Der Wettbewerb zeigt, was in Deutschland steckt, was Deutschland kann und wie Deutschland mit Ideen die Zukunft gestalten kann. Wir freuen uns, zusammen mit anderen namhaften Unternehmen die Innovationsfreude und Leistungsfähigkeit unseres Landes präsentieren zu können.“

Gemeinsam pflanzten sie das Geschenk des Forums in der Düsseldorfer Altstadt - eine große Eberesche (vl): Dr. Heiner Leberling (Deutsche Bank), Hanns Redeker (BGL), Jaap Spross (PPH), Helmut Selders (BdB), Charlotte Nieß-Mache (Stadt Düsseldorf).

Im Grußwort des Ministeriums für Bauen und Verkehr machte Hans-Dieter Collinet deutlich, wie wichtig das Thema gerade in Nordrhein-Westfalen ist: „80 Prozent der Bürger unseres Landes wohnen in Städten und die Attraktivität der Städte ist von der Qualität ihres öffentlichen Raumes geprägt, zumal von der Qualität des öffentlichen Grüns.“ Auch die Beigeordnete der Landeshauptstadt, Charlotte Nieß-Mache, betonte die Bedeutung des Grüns: „Grün ist ein wichtiger Standortfaktor und erhöht nicht nur den ökonomischen Wert der entsprechenden Grundstücke, sondern führt unmittelbar zu mehr Lebensqualität der Bewohner und Besucher.“ Der Landschaftsarchitekt Andreas Kipar stellte anhand von Beispielen aus verschiedenen europäischen Städten seine Vision vor: „Die grüne Stadt ist das Modell der Zukunft und wird mit und aus seinen Gegensätzen leben müssen. Die grüne Mitte als eine städtebauliche Vorratsinvestition wird international erneut gehandelt. Auch vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung brauchen unsere Städte mehr Grün!“

Bäume für alle!

„Wir fühlen uns im besten Sinne ausgezeichnet“, sagte Peter Menke namens des Forums bei der Preisverleihung, „und danken der Initiative auf praktische Weise ganz im Sinne unserer Idee: Das Forum spendet an alle 364 Mit-Gewinner des Wettbewerbs jeweils einen Baum. Weil es darauf ankommt, den richtigen Baum für den richtigen Ort auszuwählen, stehen bundesweit Baumschulen sowie Garten- und Landschaftsbaubetriebe zur Beratung und zur praktischen Tat bereit.“

Den ersten Baum pflanzten die Forumsmitglieder am frühen Mittag gemeinsam mit dem Gartenamt der Stadt in der Düsseldorfer Altstadt: Die große Eberesche steht direkt am U-Bahn-Aufgang Bolkerstraße / Ecke Neustraße.

Weitere Informationen unter www.plants-for-people.de und unter www.land-der-ideen.de



Symposium "Grün und Luftreinhaltung" am 08.11.2005 im Regionalverband Ruhrgebiet (RVR)

Am 08.11.2005 trafen auf Einladung des RVR Wissenschaftler aus dem In- und Ausland zusammen, um über das Thema "Grün und Luftreinhaltung" zu referieren. Welche Möglichkeiten zur Senkung der Feinstaubbelastung durch Grünanpflanzung gibt es ? Welche Erfahrungen wurden damit bereits gemacht ?

Die Veranstaltung bildet einen Baustein des Masterplans "Saubere Luft im Ruhrgebiet", den der Regionalverband Ruhr seit April 2005 erstellt. Dabei stellt die Information über Möglichkeiten zur Absenkung von Luftschadstoffen einen Arbeitsschwerpunkt dar.
In wie weit Pflanzen als Mittel zur Immissionsverbesserung eingesetzt werden können, sollte durch das Auftaktsymposium im Rahmen des Masterplans geklärt werden.

Eine Reihe von Antworten auf die Fragen der Wirkung klein- und großräumiger Begrünungen auf die Immissionsbelastung konnten die eingeladenen Referenten geben. Danach sind geeignete Grünstrukturen durchaus in der Lage, die Schadstoffbelastung abzusenken und darüber hinaus auch bei Lärmbelastung und klimatischen Belastungen Verbesserungen zu erzielen. Einen Überblick geben die folgenden Referate, die als PDF - Datei zum Download bereit stehen:

  Ulrich Zens: Pilotprojekt Mülheim an der Ruhr, Vegetationssysteme zur Senkung der Feinstaubbelastung.
  Henk Swaagstra: Gezielter Einsatz von Bepflanzung für Energieeinsparung, Schallschutz und Luftqualität.
  Manfred Thönessen: Bemerkungen zu den Filtereigenschaften von Fassadenbegrünungen und Städtbäumen.
     
Den Einsatz mikroklimatischer Strömungs- und Ausbreitungsmodelle bei Fragestellungen zu Grün und Luftreinhaltung behandelt das Referat von
     
  Michael Bruse: Einsatz von Simulationsmodellen
     
Einen Einblick in den Masterplan "Saubere Luft im Ruhrgebiet" sowie über die Aktionen zur nachhaltigen Absenkung der Feinstaubbelastung in Berlin finden Sie in den folgenden Referaten:
     
  Wolfgang Beckröge: Masterplan "Saubere Luft im Ruhrgebiet".
  Martin Lutz: Aufstellung und Durchführung von Luftreinhalteplänen am Beispiel Berlin.
     
Die positiven Auswirkungen von Grün unter ökonomischen, gesundheitlichen und sozialen Aspekten behandelt dieses Referat:
     
  Peter Menke: Die grüne Stadt

 


Symposium 2005

DIE GRÜNE STADT …
… ist keine Utopie! Nicht nur, weil es in Europa viele Städte gibt, die sich offensiv mit ihrer Grünpolitik präsentieren, sondern auch, weil das Forum DIE GRÜNE STADT das erfolgreichste Forum auf dem Symposium war. Mehr als 150 Gartenarchitekten, Verantwortliche in Grünflächenämtern, Ausführende im Garten- und Landschaftsbau
und nicht zuletzt Journalisten zeigten bei dieser „Abstimmung mit den Füßen“, dass das Grün in der Stadt ein wichtiges Thema für das Gemeinwesen ist. Dabei geht es nicht um den romantisch verklärten Blick aufs Grün, sondern um eine lebendige, interdisziplinäre Debatte, die mit harten Argumenten auftritt. Erfolgreiche, neue Wege müssen kommuniziert werden, damit schließlich alle die Chance auf ein grünes Lebens- und Arbeitsumfeld haben.

Freiraum schafft Stadtraum
Anmerkungen zum Thema Stadt und Freiraum
Andreas Kipar, Landschaftsarchitekt, Mailand
Pflanzen als Wohnpartner
Winfried Klimesch, Architekt der planungsgruppe agsn in Tübingen, über den messbaren Wohnwertgewinn begrünter Gebäude.
Grün hält fit
Der niederländische Gartengestalter Nico Wissing über die Anforderungen an altersgerechte Grünanlagen
Stadtumbau Leipzig
Inge Kunath: "Die Situation in Leipzig ist seit einiger Zeit geprägt durch einen grundlegenden Paradigmenwechsel in der Stadtentwicklungspolitik... "
Neue Stadt-Landschaften
Undine Giseke widmete ihren Beitrag Thesen zu neuen städtischen Raumgefügen und
veränderter Alltagskultur und rief zu Experimenten mit Extensivierung und Intensivierung bei der Gestaltung von neuen Stadtlandschaften auf.
 

Symposium 2004

Am 16. September 2004 fand auf der Messe GaLaBau in Nürnberg das zweite Symposium DIE GRÜNE STADT statt. Der gesellschaftliche Nutzen von öffentlichem und privatem Grün wird in der öffentlichen Diskussion nur selten wahrgenommen. Ziel des Symposiums war es, eine Plattform zum Erfahrungs- und Informationsaustausch zu bieten und durch einen interdisziplinären Diskurs den Wert von Grün stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit, aber auch der jeweiligen Entscheidungsträger zu rücken. Das Symposium DIE GRÜNE STADT bot Referenten aus den Bereichen Planung, Wirtschaft und Behörde die Möglichkeit, verschiedene Formen der Zusammenarbeit bezüglich des Grüns in der Stadt von der Planung über die Entwicklungs- und Bauphase bis zur nachhaltigen Pflege und Unterhaltung vorzustellen.

Central.Urban.Green
Anmerkungen zum Thema Stadt und Freiraum
Andreas Kipar, Landschaftsarchitekt, Mailand
Freiburg packt an!
Bürgerbeteiligung im grünen Bereich
Martin Leser, Grünflächenamt Stadt Freiburg
Grün wirkt!
Erfahrungen einer Wohnungsbaugesellschaft
Klaus Robl, Gesellschaft für Bauen und Wohnen GBH Hannover
Das Projekt Nijkerk:
Neue Formen der Zusammenarbeit von Verwaltung, Wirtschaft und Bürgern
Henk Lambooij, Bürgermeister der Stadt Nijkerk, NL
Impulsreferat:
Perspektivenwechsel
Hanspeter Faas, Geschäftsführer BUGA München 2005
 

Symposium 2003

Das Forum „Die grüne Stadt“ ist interessiert an Erfahrungsberichten über „Grünprojekte“ – und geht selbst mit einem praktischen Beispiel voran:

Das erste Projekt des Forums „Die grüne Stadt“ ist die Anlage des Gartens sowie die Innenraumbegrünung des Rostocker Kinderhortes „Waldemarhof e.V.“ Derzeit befindet sich das Gebäude sowie der Garten noch in der Bauphase. Über die Entwicklung des Gartens sowie vor allem die Grünwirkung auf die Kinder, deren Eltern und die Mitarbeiter des Kinderhortes werden wir hier berichten.



Ausladend: Seit der Übernahme des Geländes in der Kuphalstrasse in Rostock durch die Waldemarhof e.V. wird geplant, gerechnet und gebaut ... und ist das Betreten verboten! Nicht mehr lange, denn im Sommer 2004 soll die Kindertagesstätte den Betrieb aufnehmen.




Wüst: So präsentiert sich das Außengelände der Kindertagesstätte Waldemarhof e.V. vor dem Beginn der Pflanzarbeiten im Frühjahr 2004. Noch ist die Renovierung des Hauses in vollem Gange, während die Planungen für die Neugestaltung des Gartens laufen. In der Woche nach Ostern 2004 werden die Pflanzarbeiten beginnen.







Rostig: Schon früher war hier ein Kinderspielplatz. Aber der Zahn der Zeit hat das Material angegriffen. Nachdem einige Bäume und Sträucher gerodet und die Flächen gemäht sind, fragen die Kinder schon ungeduldig nach dem ersten Spieltag im neuen Garten.





Spannend: Ende April 2004 in der Kuphalstrasse in Rostock: Die Rennbahn ist schon zu erkennen, die ersten Pflanzen sind ausgelegt. Noch ein paar Wochen, dann werden in diesem Garten fröhliche grüne Spiele stattfinden.







Früh übt sich: Die Kinder hatten Spass beim Helfen - und die Landschaftsgärtner bekamen viele nützliche Tipps über die richtige Beetvorbereitung.






Hilfreich: Die Gehölze sind eine Spende der deutschen und der niederländischen Baumschulen, die Blumenzwiebeln des Internationalen Blumenzwiebel-Centrums und die
Pflanzarbeiten werden von den Landschaftsgärtnern gespendet.



Fotos: M. Brettmann / DGS

  Symposium 2003

 

Unter der Schirmherrschaft von Petra Roth, Präsidentin des Deutschen Städtetages, veranstaltete die Initiative „Die grüne Stadt“ am 18. September 2003 auf der Internationalen Gartenbauausstellung IGA in Rostock das erste Symposium „Die grüne Stadt“. Sechs Referenten aus Deutschland und den Niederlanden präsentierten und diskutierten mit einem internationalen Publikum die folgenden Themen (Details siehe Rubrik: „Praxisberichte“):

Wohin der Groschen fällt
- Die ökonomische Sicht auf die Grüne Stadt

Drs. Tom Bade, KPMG, Arnheim (NL)
 
Gibt es ein Recht auf Natur? Grün und Natur aus sozialpsychologischer Sicht.
Dr. Rainer Brämer, Philips Universität Marburg
 
Lebensqualität durch Grün
- Das Projekt Millinxviertel in Rotterdam

Duco de Bruijn, Rotterdam (NL)
 
Präventiver Gesundheitsschutz?
Das grüne Büro - Büro der Zukunft

Beate M. Klug, BMW AG, München
 
Grün: das stärkste Instrument in der Stadtklimatologie
Astrid Snowdon, Kommunalverband Ruhrgebiet, Essen
 
Entente Florale: Grüne Initiativen in der Stadt
Jens Hanssen, Grünflächenamt der Stadt Celle
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